GPRS liefert auch die nötige Bandbreite
Intel-Chef: UMTS wird sich gewaltig verzögern

Intel-Chef Craig Barrett glaubt nicht an eine schnelle Einführung von UMTS. Es gäbe keine überzeugenden Anwendungen, sagte er in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Statt dessen werde sich der GPRS-Standard weiter durchsetzen.

dpa-afx MÜNCHEN. Der multimediafähige Mobilfunkstandard UMTS wird nach Einschätzung von Intel-Chef Craig Barrett deutlich später an den Start gehen als erwartet - eventuell auch nicht. In der Branche seien sich mittlerweile "alle einig, dass es sich gewaltig verzögern wird", sagte Barrett der "Süddeutschen Zeitung". Die hohen Kosten der Lizenzen bremsten die Bereitschaft der europäischen Mobilfunkkonzerne, in die neuen Netze zu investieren. Zudem gebe es "nach wie vor keine überzeugenden Anwendungen, nach denen sich die Verbraucher sehnen".

Craig Barrett ist der Meinung, man solle erstmal die Überkapazitäten der neuen Glasfaser-Kabel im Boden nutzen und statt der Dritten Generation im Mobilfunk mit UMTS lieber in GPRS investieren, wobei nur ein geringer Anteil der Infrastruktur ausgebaut werden muss - im Gegensatz zu UMTS, das einen kompletten Neuaufbau dieser verlangt.

Mit der schnellen UMTS-Technik sollen erstmals Multimedia-Anwendungen wie Videokonferenzen und das Herunterladen von Filmen per Handy möglich werden. Bislang plant in Deutschland der Großteil der Betreiberfirmen den Start der neuen Mobilfunknetze für Ende 2002 oder Anfang 2003.

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