Graham erlag an ihrer schweren Kopfverletzung
"Washington Post"-Herausgeberin Katharine Graham gestorben

Die langjährige Herausgeberin und Verlegerin der "Washington Post", Katharine Graham, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

dpa WASHINGTON. Das teilte die Zeitung am Dienstag mit. Graham, die als eine der mächtigsten Frauen der USA galt, war am vergangenen Samstag gestürzt und hatte sich dabei eine schwere Kopfverletzung zugezogen.

Die Verlegerin hatte die "Washington Post" 1963 nach dem Selbstmord ihres Mannes übernommen und sie in den nächsten 20 Jahren von einer eher unbedeuteten lokalen Zeitung zu einer der angesehensten Publikationen der Welt ausgebaut. 1993 übergab sie den "Washington-Post"-Medienkonzern, zu dem auch das Magazin "Newsweek" gehört, an ihren Sohn Donald Graham.

Für ihre 1998 veröffentlichte Autobiografie "Personal History" (auf Deutsch im Kindler Verlag unter dem Titel "Wir drucken!" erschienen) erhielt Katharine Graham den renommierten Pulitzer-Preis. Darin beschrieb sie auch die Berichterstattung über den Watergate- Skandal und die Pentagon-Papiere, die den Aufstieg der "Washington Post" mitbegründeten. Graham hatte bei der Enthüllung von Watergate trotz massiver Drohungen des damaligen Präsidenten Richard Nixon von Anfang an die Recherchen ihrer beiden Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein unterstützt, die letztlich zum Fall Nixons führten.

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