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„Grande Schumi“ versüßt Italien das Ferienende

Mit seinem schon in Belgien eingefahrenen siebten WM-Triumph hat Michael Schumacher Italien in einen Ferrari- roten Freudentaumel gestürzt. Tausende Fans feierten „Grande Schumi“ in Maranello und ganz Italien mit hupenden Autocorsi, spontanen Weltmeisterschafts-Feten und eigens organisierten WM-Parties.

dpa MARANELLO. Mit seinem schon in Belgien eingefahrenen siebten WM-Triumph hat Michael Schumacher Italien in einen Ferrari - roten Freudentaumel gestürzt. Tausende Fans feierten "Grande Schumi" in Maranello und ganz Italien mit hupenden Autocorsi, spontanen Weltmeisterschafts-Feten und eigens organisierten WM-Parties.

Den Motorsport-verrückten Italienern versüßte Schumacher mit seinem vorzeitigen WM-Sieg das eigentlich betrübliche Ende der großen Sommerferien. Für das anstehende Heimrennen in zwei Wochen in Monza kündigten die Ferrai-Fanclubs einen weltmeisterlichen Empfang für Schumacher an.

Obwohl die Italiener mittlerweile an die WM-Siege gewöhnt sind, bejubelten allein in der Ferrari-Hauptstadt in Maranello wieder tausende Fans aus vielen Nationen den Deutschen. "Grande Schumi", skandierten die italienischen Tifosi, als der Kerpener mit seinem zweiten Platz vor dem Teamkollegen Rubens Barrichello den Startschuss für die größte Party des italienischen Sommers gab.

Mit wehenden Ferrari-Fahnen, Trompeten und Fanfaren zogen die rot gekleideten Tifosi zu den traditionellen Festplätzen in der Heimatstadt der Weltmeister: Vom Sitz des Ferrari-Fanclubs Maranello, wo einige hundert Fans das Rennen verfolgt hatten, zogen sie zum Ferrari-Werk und schließlich zum Kirchplatz. Dort läutete Pfarrer Don Alberto Bernardoni traditionell zum Zeichen des Sieges die Kirchenglocken - wenn auch leicht verspätet. Den Ferrari-Pfarrer hatte eine Taufe aufgehalten. "Dieser Sieg war ein Meisterwerk von Schumacher und dem gesamten Ferrari-Team", stimmte Don Bernardoni in den Jubelchor mit ein.

Lauthals feierten die Tifosi vor der Kirche San Biagio Schumacher als den "unersättlichen Kannibalen der Formel 1" und "größte Ferrari - Legende". Selbst Juan Manuel Fangio verblasst so langsam im Schatten des strahlenden Schumacher. Von ihrem Urlaubsort in Griechenland gratulierte Bürgermeisterin Lucia Bursi "Michael Schumacher und Ferrari, die der Stolz Maranellos" seien. Für den Tag des Monza- Rennen kündigte sie einen weiteren großen Ferrari-Festtag in Maranello an.

An Italiens Stränden hatten sich die Urlauber um die eigens aufgestellten Fernseher geschart. Die Nachricht vom erneuten Titelgewinn verbreitete sich wie ein Lauffeuer von Sonnenschirm zu Sonnenschirm. Zehntausende verfolgten Schumachers WM-Triumph am Tag der großen Ferien-Rückreisewelle an den Autoradios. In den Rückstaus vor den Mautstellen kam es zu spontanen WM-Feiern auf den Autobahnen. In den Metropolen wie in Rom, Turin, Mailand und Neapel strömten die Fans in Autocorsi mit wehenden Fahnen auf die großen Piazze.

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