Gravierendes Einstellungshemmnis beseitigen
Wirtschaft will Kündigungsschutz lockern

Die Bundesregierung wird von der Wirtschaft zur weiteren Lockerung des Kündigungsschutzes für Kleinbetriebe gedrängt. Die Untergrenze für das In-Kraft-Treten des gesetzlichen Kündigungsschutzes solle von bisher 5 auf 20 Arbeitnehmer angehoben werden, forderte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, am Montag in einem dpa-Gespräch in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Dies würde besonders Existenzgründern entgegenkommen. "Das ist ein weiterer Baustein, um Beschäftigung zu erzeugen", sagte Braun.

Eine Umsetzung des Vorschlages würde ein gravierendes Einstellungshemmnis beseitigen, sagte der DIHK-Präsident. Die Pläne würden derzeit mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) diskutiert. Nach Vorstellung des DIHK sollen sie in das von Clement für Anfang 2003 angekündigte Gesetz zur Förderung des Mittelstandes und zum Bürokratieabbau eingehen. "Wir arbeiten dem Ministerium zu", sagte Braun. Das Vorhaben sei ein zweiter Baustein nach der jetzt beginnenden Hartz-Reform zur Schaffung von Mini-Jobs und zur besseren Arbeitsvermittlung.

"Viele kleine und junge Firmen - oft sind es Handwerker - stellen trotz guter Auftragslage oft den sechsten Beschäftigten nicht ein", erläuterte der Präsident des Spitzenverbandes. Sie kämen mit den verschärften Kündigungsschutz-Bedingungen des Arbeitsrechts nicht zu Recht. Jetzt komme es drauf an, die Gewerkschaften mit ins Boot zu holen. Braun appellierte an Clement, die vorgeschlagene arbeitsrechtliche Öffnung nicht nur für die neuen Länder vorzusehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%