Green nur Dritter
Gatlin ist der neue Sprint-König

Der Amerikaner Justin Gatlin hat in einem fantastischen 100 Meter-Finale die olympische Krone der Sprinter erobert. Insgesamt blieben fünf Athleten unter der Zehn-Sekunden-Marke.

HB ATHEN. Justin Gatlin hat alle düpiert: Der Hallen- Weltmeister aus den USA krönte sich bei den Olympischen Spielen in Athen zum schnellsten der Welt. Der 22-Jährige gewann die 100 m am Sonntagabend in Athen in der Jahresweltbestzeit von 9,85 Sekunden. Damit löste er seinen Landsmann Maurice Greene ab, der in 9,87 Sekunden Dritter wurde und damit den Doppel-Triumph wie Archie Hahn 1904 in St. Louis und bei den Zwischenspielen 1906 in Athen sowie Carl Lewis (beide USA) 1984 und 1988 verpasste. Silber gewann der Portugiese Francis Obikwelu in 9,86 Sekunden.

Mit einer unglaublichen Arroganz hatten die Trainingspartner Gatlin und Crawford ihr Halbfinale absolviert. Schon 20 m vor dem Ziel wechselten sie Worte. "Meine Ziele sind es, 18,99 Sekunden über 200 m zu laufen und dann 9,72 Sekunden über 100 m. Ich kann mich nur selbst schlagen", behauptete der 26-jährige Crawford.

Dass das nicht in jedem Fall stimmt, musste er auch schon erfahren: In der amerikanischen Fernsehshow "Mann gegen Biest" rannte der ehemalige Hallen-Weltmeister im Januar vorigen Jahres gegen eine Giraffe und ein Zebra und kassierte gegen das Zebra eine Niederlage. Seither nennt er sich in Anlehnung an US-Serien-Affen "Der Cheetah Mann". Im Athener Zwischenlauf hatte er seine Weltjahresbestzeit von 9,88 Sekunden nur um 1/100 Sekunde verfehlt.

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