Greenpeace fordert schärfere Haftungsregeln
"Gesunkener Tanker war veraltet"

Der im Atlantik gesunkene Tanker "Prestige" ist von der Mineralölgesellschaft Exxon Mobil als völlig veraltet eingestuft worden. Dies berichtet die "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher des Unternehmens.

HB/ dpa BERLIN. "Wir haben das Schiff in den 90er Jahren zwei Mal gesehen und gar nicht erst in unser Screening aufgenommen", sagte der Sprecher. Die "Prestige" habe nicht den Sicherheitsanforderungen des Konzerns entsprochen. Gleichzeitig forderte die Umweltschutzorganisation Greenpeace schärfere Haftungsregeln in der Seeschifffahrt.

Es müsse überlegt werden, ob bei Havarien von Öltankern künftig der Ladungseigner in Haftung genommen werde, sagte der Greenpeace - Schifffahrtsexperte Christian Bussau dem Blatt. Damit könne der Druck auf die Ladungseigner erhöht werden, nur noch sichere Schiffe für den Gütertransport zu mieten. Bisher liegt das Versicherungsrisiko bei den Reedern.

Im Fall der vor vor drei Tagen gesunkenen "Prestige" gehöre das geladene Schweröl der Schweizerischen Großhandelsfirma Crown Ressources in Genf, sagte Bussau. Bisher beauftragten Händler und Ölkonzerne oft billigere Reedereien mit veralteten Schiffen mit dem Öltransport, um so ihre eigenen Gewinnspannen zu erhöhen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%