Archiv
Greenspan: Rede kann Markt nicht stützen

Die Anschläge der vergangenen Woche haben das Vertrauen der Amerikaner erschüttert und damit der Konjunktur kurzfristig geschadet, so Alan Greenspan an diesem Donnerstag vor dem US-Kongress. Für die Zukunft geplante Investitionen drohen nun auf unbestimmte Zeit vertagt zu werden.

Dieser Vorgang werde das kurzfristige Konjunkturwachstum treffen. "Ohne Frage: Zahlreiche wirtschaftliche Aktivitäten stehen seit letzter Woche still", so Greenspan. Dennoch sei er zuversichtlich, dass bessere Zeiten anbrechen werden. Man solle nicht die längerfristig positiven Aussichten aus den Augen verlieren. Auch Finanzminister Paul O'Neill zeigte sich auf längere Sicht positiv gestimmt.

"Das Böse, egal wie unaussprechbar, wird den produktiven Geist der Amerikaner nicht zerstören", betonte O'Neill. Wie sich die Anschläge letztendlich auf die Konjunktur auswirken werden, sei derzeit schwer absehbar. "Niemand kann zu diesem Zeitpunk wissen, wie sich die Tragödie auswirken wird", unterstrich Greenspan.

Mit dem nachlassenden Schock werde man über die nächsten Wochen ein besseres Bild des konjunkturellen Schaden bekommen. Nun sei wichtig, keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Man könne in Phasen der Verunsicherung leicht den falschen Weg beschreiten, warnte Greenspan.

Die Kommentare könnten sich auf Gerüchte beziehen, wonach die Regierung ein gigantisches Wirtschaftspaket in Höhe von 100 Milliarden Dollar zu schnüren scheint. Der Kongress hatte bereits 40 Milliarden Dollar für Wiederaufbau und Beseitigung der Schäden zur Verfügung gestellt. "Derzeit werde beraten, welche weiteren Schritte, wenn überhaupt, eingeleitet werden sollten", so Greenspan weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%