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Greenspan signalisiert wie erwartet Optimismus für US-Wirtschaft

Das Wachstum in den USA hat nach Einschätzung von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan nach einer kurzen Pause wieder an Kraft gewonnen. Die meisten Daten der jüngsten Zeit signalisierten eine anhaltend günstige Entwicklung, sagte Greenspan am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Kongress. Damit bekräftigte Greenspan wie erwartet sein optimistisches Konjunkturbild für die USA.

dpa-afx WASHINGTON. Das Wachstum in den USA hat nach Einschätzung von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan nach einer kurzen Pause wieder an Kraft gewonnen. Die meisten Daten der jüngsten Zeit signalisierten eine anhaltend günstige Entwicklung, sagte Greenspan am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Kongress. Damit bekräftigte Greenspan wie erwartet sein optimistisches Konjunkturbild für die USA.

Die Verbraucherausgaben und Baubeginne hätten sich nach einer schwachen Entwicklung im Juli erholt. Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze im August liefere allerdings eher ein gemischtes Bild. Die Investitionen der Unternehmen befänden sich hingegen weiter auf einem soliden Aufwärtstrend, sagte Greenspan. Am Arbeitsmarkt sei im August wieder ein Stellenzuwachs verzeichnet worden. Der Stellenzuwachs sei allerdings geringer ausgefallen als im vergangenen Frühjahr.

Die vorübergehende Schwäche sei ohne Zweifel zu einem Großteil auf die deutlich höheren Energiepreise zurückzuführen, sagte Greenspan. Der Kurs des Euro kletterte wieder über 1,21 $ und am Rentenmarkt drehte der Bund-Future in die Gewinnzone.

Ölpreis HAT Inflation Bisher Nicht Angeheizt

Experten waren davon ausgegangen, dass Greenspan nach dem wieder deutlicheren US-Stellenzuwachs im August sein optimistisches Konjunkturbild bestätigt und eine Fortsetzung der Zinserhöhungen andeutet. Die US-Währungshüter beraten am 21. September erneut über die Leitzinsen in den USA. Der US-Leitzins liegt derzeit bei 1,50 %.

"Die Aussagen signalisieren eindeutig, dass der Leitzins im laufenden Monat steigen wird", schreiben die Volkswirte von High Frequency Economics. Eine weitere Leitzinserhöhung im November sei aber "noch keine ausgemachte Sache".

Haushaltslage Langfristig Beunruhigend

Die hohen Ölpreise haben nach Einschätzung von Greenspan die Inflation bisher nicht angeheizt. Sowohl die Inflation als auch die Inflationserwartungen hätten sich in jüngster Zeit abgeschwächt. Allerdings sei der Ausblick für die Entwicklung der Ölpreise weiter unsicher. Als Gründe nannte Greenspan unter anderem den möglicherweise hohen Bedarf der kräftig wachsenden Volkswirtschaften China und Indien.

Im Hinblick auf die langfristige Entwicklung des Haushaltsdefizits zeigte sich Greenspan erneut besorgt: "Die Aussichten für den Haushalt auf lange Sicht bleiben beunruhigend". Das US-Haushaltsdefizit wird im laufenden Fiskaljahr nach Einschätzung des US-Kongresses mit 422 Mrd. $ einen neuen Rekordwert erreichen.

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