Greenspan sorgte nur kurz für Stimmungsaufhellung
Gewinnwarnung dämpft frühen Optimismus an der Wall Street

Die Gewinnwarnung des US-Chipherstellers Cypress hat am Montag an der Wall Street nach Händlerangaben Befürchtungen über sinkende Unternehmensergebnisse ausgelöst und die Kurse gedrückt.

Reuters NEW YORK. Die Aussage von US-Notenbankchef Alan Greenspan, dass er keinen inflationären Druck in den USA sehe, habe nur kurzfristig für etwas Optimismus gesorgt, hieß es auf dem Parkett.

Der Markt sei im laufenden Quartal bereits weit vorausgelaufen, sagte Hugh Johnson, Chefinvestor bei First Albany Asset Management. "Die Portfoliomanager fürchten, dass wir immer noch schlechte Bilanzen bekommen." Die Investoren seien sich aber auch unsicher, wie die künftige Zinspolitik der US-Notenbank aussehen werde.



Der Dow-Jones-Index gab bis gegen 17.30 Uhr MESZ um 0,13 Prozent auf 10.976,16 Zähler nach, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,09 Prozent schwächer auf 2147,70 Punkten notierte.



Die Marktteilnehmer fragten sich, wann die Zinspolitik der Fed ihre Wirkung zeigen werde, sagte Johnson weiter. Fed-Chef Alan Greenspan hatte zuvor in Singapur gesagt, er sehe derzeit keinen Inflationsdruck in den USA. Dies habe die Hoffnungen der Investoren auf eine baldige Erholung der US-Konjunktur gestärkt, sagten Börsianer.



Der Chiphersteller Cypress hatte am Montag vor Börsenbeginn mitgeteilt, Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal würden schwächer als erwartet ausfallen. Es seien noch keine Zeichen für eine Erholung des Halbleitermarktes erkennbar, hieß es zur Begründung.



Ölaktien konnten am Montag gegen den Trend zulegen. Die Titel reagierten nach Händlerangaben auf einen Anstieg der Rohölfutures und hätten den Dow-Jones-Index vor kräftigeren Verlusten bewahrt. Exxon Mobil legten um 1,11 Prozent auf 89,97 Dollar zu.



Die Titel der Bristol-Myers Squibb Co. stiegen um 0,36 Prozent auf 56,45 Dollar. Die britische Tageszeitung "Financial Times" (FT) hatte berichtet, Bristol-Myers und Bayer hätten beide die besten Aussichten für eine Übernahme der DuPont-Pharmasparte. Bayer hatte einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt. DuPont legten 0,63 Prozent auf 46,37 Dollar zu.



Die Titel des Elektronikeinzelhändlers Tweeter Home Entertainment Group Inc. gaben bis gegen 17.30 Uhr MESZ 8,35 Prozent auf 26,35 Dollar nach. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, die Sound Advice Inc. übernehmen zu wollen. Damit wäre Tweeter die Nummer eins im US-Spezialeinzelhandel. Die Titel der Sound Advice legten dagegen um knapp 60 Prozent auf 23,76 Dollar zu.

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