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Greenspan: Wachstum am Nullpunkt angekommen!

Die USA verzeichne eine dramatische Abkühlung der Konjunktur, so Notenbankchef Alan Greenspan in seinem Rechenschaftsbericht vor dem US Haushaltsausschuss. Derzeit sei das Wachstum nahe am Nullpunkt angelangt.

"Zur Zeit beobachten wir, dass das Risiko aufkommender Inflation ausgesprochen gut eingedämmt ist", so Greenspan weiter. Die Verbraucherpreise sind im Dezember, wie bereits in den zwei vorhergehenden Monaten, um lediglich 0,2 Prozent gestiegen. Der Dezember sah exklusive des volatilen Nahrungsmittel- und Energiebereiches lediglich einen Inflationsanstieg um 0,1%. Die wirtschaftliche Abkühlung habe sich bisher weniger auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt, sondern lediglich zu einem Rückgang der Wochenarbeitszeit geführt. Ob am 31. Januar die Zinsen gesenkt werden, wollte Greenspan nicht beantworten.

Wie bereits von der Zeitung "USA Today" vermutet, hält Alan Greenspan eine Steuersenkung über einen Zeitraum von zwei Jahren in den USA für angebracht. Sollte die Abkühlung andauern, könnten sich Steuersenkungen auf das Wachstum positiv auswirken. Sein Befürworten einer Steuersenkung hänge dennoch nicht mit der derzeitigen konjunkturelle Lage zusammen. Vielmehr biete der Haushaltsüberschuss mehr Flexibilität in der Fiskal- und Steuerpolitik.



Bedenken äußerte sich Greenspan zu der Energiekrise in Kalifornien. "Die USA müssen die Fragen zum Energiebedarf in Kalifornien möglichst schnell behandeln", warnte der Notenbanker. Die Credit Suisse vermutet, dass Greenspan aufgrund der angespannten Lage in dem Bundesstaat die Zinsen am 31. Januar um 50 Basispunkte reduzieren wird. Der Bundesstaat ist die weltweit sechstgrößte Konjunktur und reagiert meistens besonders sensibel auf konjunkturelle Abkühlungen. Stromausfälle, gekoppelt mit nachlassenden Unternehmensinvestitionen in Technologie, könnten zu einer unerwünscht starken Wirtschaftsabkühlung sorgen.

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