Greenspanrede mit Spannung erwartet
Dax nach Intel- und Apple-Zahlen behauptet erwartet

Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch im Zuge der Bekanntgabe von Zahlen des weltgrößten Chipherstellers Intel und des US-Computerbauers Apple zunächst behauptet in den Handel starten. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5838 Punkten.

Reuters FRANKFURT. Händler sagten, die Ausblicke der beiden Unternehmen hätten dem Markt keine neuen Informationen über die Branchenentwicklung gebracht. Investoren erhofften sich nun Impulse von der Rede des US-Notenbank-Chefs Alan Greenspan am Mittwochnachmittag. Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.15 Uhr mit 5860 Punkten, nach einem Schluss von 5846,66 Punkten am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5838 Punkten.

Intel hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Trotz eines Gewinneinbruchs wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen. Für das dritte Quartal prognostizierte der Konzern einen Umsatz von 6,2 bis 6,8 Mrd. $ nach 6,3 Mrd. $ im zweiten Quartal. Analysten sagten, die Spanne der Schätzung sei sehr weitläufig. Der Computerhersteller Apple erfüllte mit seinen Zahlen zum dritten Quartal die Markterwartungen, teilte jedoch mit, dass die Umsatzerlöse im zweiten Halbjahr unter den bisherigen Prognosen liegen könnten. Apple sehe noch keine Anzeichen einer Erholung am Verbrauchermarkt. Zuvor hatte der Dow-Jones-Index um 1,28 % höher bei 10 606,39 Zählern geschlossen. Der technologielastige Nasdaq-Index hatte 1,88 % auf 2067,32 Zähler zugelegt.

Fed-Präsident Greenspan wird am Mittwoch (16.00 Uhr MESZ) vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses sprechen. Er wird nach Einschätzung von Analysten optimistische Töne über eine Stabilisierung der US-Konjunktur anschlagen. Zudem stehen am Nachmittag in den USA eine Reihe von Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. So werden die Verbraucherpreise und die Reallöhne für Juni erwartet. Von den asiatischen Börsen kamen am Mittwoch negative Vorgaben. Der Nikkei-Index fiel zum ersten Mal seit Mitte März unter 12 000 Punkte. Händler machten für die Verluste zu hoch gesteckte Erwartungen im Zuge der Geschäftszahlen von Intel verantwortlich. In Hongkong herrscht nach Händlerangaben eine abwartende Haltung in Bezug auf die Greenspan-Rede vor.

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