Grenzblockade bis Ende der Woche geplant
Proteste in Österreich gegen tschechisches Atomkraftwerk

afp WIEN. Österreichische Umweltschützer haben ihre Grenzblockaden aus Protest gegen die Inbetriebnahme des tschechischen Atomkraftwerks Temelin fortgesetzt. "Wir bleiben die ganze Woche hier", sagten die Demonstranten am Dienstag nach Angaben des österreichischen Automobilclubs (ÖAMTC). Am Montag hatten sie wie schon wiederholt in den vergangen Wochen an mehreren Grenzübergängen Blockaden errichtet.

Der erste Reaktor der umstrittenen Atomanlage in 60 Kilometer Entfernung von der österreichischen Grenze war am Montagabend in Anwesenheit von Ministerpräsident Milos Zeman hochgefahren worden. Zeman erklärte sich zu Gesprächen mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel bereit. Bedingung sei allerdings, dass die Straßenblockaden aufgehoben würden.

Österreich verlangt genauere Informationen über die Sicherheitsvorkehrungen in dem Atomkraftwerk russischer Bauart. Wien droht, bei einer völligen Inbetriebnahme Temelins die Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Tschechien zu bremsen. Auch in Deutschland wurden Sicherheitsbedenken gegen die Atomanlage geäußert, die im Jahr 2002 rund 20 Prozent des tschechischen Strombedarfs decken soll.

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