"Grenze zwischen Mut und Übermut"
Westerwelle will keinen eigenen FDP-Kanzlerkandidaten

ap MAINZ. Der designierte FDP-Parteichef Guido Westerwelle hat sich erneut gegen einen eigenen Kanzlerkandidaten der Partei ausgesprochen. Es werde zwar ein Spitzenkandidat nominiert, diesen aber Kanzlerkandidaten zu nennen, überschreite die Grenze zwischen Mut und Übermut, sagte Westerwelle am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Von der Wahl der neuen Generalsekretärin Cornelia Pieper erwarte er einen Aufschwung für die Partei in Ostdeutschland, sagte Westerwelle.

Gegen eine Kanzlerkandidatur des Düsseldorfer FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann habe er Vorbehalte, sagte der amtierende Generalsekretär Westerwelle. Er schätze Möllemann als "einen kreativen Kopf im Team der stellvertretenden Parteivorsitzenden". Zu Pieper sagte Westerwelle, sie könne das öffentliche Interesse auf den Osten Deutschlands lenken. "Wir haben Anfang der 90er Jahre insbesondere in Ostdeutschland unsere Fehler gemacht, bekommen aber jetzt unsere zweite Chance", sagte der designierte Parteichef.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%