GRid soll sich auf freiwilliger Basis durchsetzen: “Strichcode“ soll Urheberrechte im Web sichern

GRid soll sich auf freiwilliger Basis durchsetzen
“Strichcode“ soll Urheberrechte im Web sichern

Eine neue Kennzeichnung für Musikdateien im Internet soll Komponisten und Interpreten eine angemessene Bezahlung ihrer Arbeit sichern. Der internationale Verband der phonographischen Industrie (IFPI) stellte das System mit dem Namen Global Release Identifier (GRid) am Montag in London vor.

Reuters LONDON. Es soll ähnlich wie Strichcode auf CDs oder Musikkassetten Musikdateien markieren, die im Internet verkauft werden. Jede Datei soll eine eigene elektronische Seriennummer erhalten. Auf diese Weise könnten die Inhaber der Urheberrechte Rückmeldungen erhalten, wenn ein Stück im Internet durch Herunterladen oder Direkt-Abspielen abgerufen wird. "Wenn dies richtig gemacht wird, werden die Künstler und Musikautoren angemessen für den Online-Verkauf ihrer Arbeit bezahlt werden", sagte der Leiter der Technologie-Abteilung der IFPI, Paul Jessop. Auch der US-Branchenverband der Musikindustrie RIAA war an der Entwicklung von GRid beteiligt.

GRid soll sich demnach auf freiwilliger Basis durchsetzen. Online-Verkäufer sollen jährlich eine Pauschale von 150 Pfund (rund 226 Euro) entrichten. Dafür können sie unbegrenzt viele Musikdateien markieren. Jessop wies darauf hin, dass das System nicht zur Bekämpfung von Internet-Tauschbörsen gedacht sei, über die Musikstücke kostenlos getauscht werden.

Die Musikbranche macht den Erfolg der Tauschbörsen und die weltweite Konjunkturschwäche für die seit Jahren sinkenden Verkaufszahlen von CDs verantwortlich.

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