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Grill- Weltmeisterschaft ganz ohne Bratwurst - dafür Seeteufel und Eis

Pirmasens (dpa) - Seeteufel mit Frischkäsefüllung und Kräutern und sogar eine Eisbombe liegen bei der Grillweltmeisterschaft im pfälzischen Pirmasens auf dem Rost. Was hier auf den Teller kommt, hat nichts mit rustikaler Feierabendbeschäftigung zu tun, sondern eher mit Gourmet-Küche. «Eine Bratwurst kommt bei uns nicht auf den Grill», berichtet der Präsident der German Barbecue Association, Helmut Jurende. 65 Teams aus 20 Nationen sind bei den Titelkämpfen bis zu diesem Sonntag am Start.

Pirmasens (dpa) - Seeteufel mit Frischkäsefüllung und Kräutern und sogar eine Eisbombe liegen bei der Grillweltmeisterschaft im pfälzischen Pirmasens auf dem Rost. Was hier auf den Teller kommt, hat nichts mit rustikaler Feierabendbeschäftigung zu tun, sondern eher mit Gourmet-Küche. «Eine Bratwurst kommt bei uns nicht auf den Grill», berichtet der Präsident der German Barbecue Association, Helmut Jurende. 65 Teams aus 20 Nationen sind bei den Titelkämpfen bis zu diesem Sonntag am Start.

Hier geht es nicht um Entspannung und Freizeitvergnügen, sondern um harte Arbeit. In fünf Disziplinen messen sich die Teilnehmer unter den strengen Augen von rund 210 Juroren. Spare Ribs, Geflügel oder Wild, Fisch, Rind und sogar Desserts stehen auf dem Wettkampfplan. Die Jury prüft Geschmack, Aussehen, Harmonie, Garstufe und Biss. Elf Portionen kommen in die Schlussbewertung dieser erstmals in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaft.

Neben dem Gastgeber Deutschland mit 22 Teams stammen die sechs- bis achtköpfigen Mannschaften aus Südafrika, Russland, den USA, England und Argentinien sowie Belgien, der Schweiz und Italien. Im vergangenen Jahr war der internationale Wettkampf in Jamaika ausgetragen worden. Der Sieger kam aus Belgien, Deuschland belegte Rang zwei.

Frauen am Grill sind in Pirmasens klar in der Unterzahl - was nach den aktuellen Forschungsergebnissen der Universität Freiburg nicht verwundert. Männer fühlen sich nach Angaben der Professorin für Soziologie und Geschlechter-Forschung, Nina Degele, an der glühenden Kohle in die Rolle des Jägers und «Höhlenmenschen» zurückversetzt. Am Grillrost würden die männlichen Urinstinkte geweckt. Frauen verspürten dagegen wenig Lust am Wenden des rohen Fleisches.

Dabei ist der Verzehr von gegrillten Würstchen, Fleisch und Spießen unter freiem Himmel in Deuschland bei beiden Geschlechtern absolut im Trend. Nach Umfragen geben fast 80 Prozent der Bundesbürger an, regelmäßig am Rost zu stehen.

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