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Grobe Fehler in US-Terrorbericht: "Keine Absicht"

Washington (dpa) - Die US-Regierung hat Fehler in ihrem Terrorbericht vom April zugegeben, in dem sie einen weltweiten Rückgang der Zahl der Anschläge vermeldet und dies als Beweis für Fortschritte im Antiterrorkrieg gewertet hatte.

Washington (dpa) - Die US-Regierung hat Fehler in ihrem Terrorbericht vom April zugegeben, in dem sie einen weltweiten Rückgang der Zahl der Anschläge vermeldet und dies als Beweis für Fortschritte im Antiterrorkrieg gewertet hatte.

Wie Außenamtssprecher Richard Boucher am Donnerstag mitteilte, hat es bei weitem mehr Terrorattacken gegeben als in dem Report für das Jahr 2003 angegeben worden war. Sowohl der Sprecher als auch Außenminister Colin Powell versicherten zugleich, dass der Fehler bei der Datensammlung in einer dafür zuständigen neuen Behörde entstanden sei und keinerlei Absicht dahinter stecke.

«Nein, natürlich nicht», antwortete Powell auf Journalistenfragen, ob die Zahlen manipuliert worden seien, um den Antiterrorkrieg in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. «Ich bin sehr besorgt darüber, dass Fehler in dem Report enthalten waren.»

Der Bericht hatte 190 Terroranschläge im Jahr 2003 aufgelistet - acht weniger als 2002. Boucher zufolge wird eine Neuberechnung jedoch ergeben, dass die Zahl der Anschläge und Opfer in Wirklichkeit deutlich höher lag als im Jahr davor. Die Arbeiten an einem korrigierten Bericht seien im Gange.

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