Grobkonzept für die Fusion Hein Gas und Schleswag wird bis Dezember erarbeitet
Eon richtet Töchter in Norddeutschland neu aus

Es soll die Synergien einer Fusion der beiden Töchter der Eon Energie AG, München ermitteln. Diese Aufgabe obliegt dem bisherigen Schleswag-Vorstandsvorsitzenden Hans-Jacob Tiessen, der am 1. November als Vorsitzender der Geschäftsführung zu Hein Gas wechselt. Hartmann, 64, scheidet am 31. Oktober als Vorsitzender der Geschäftsführung aus.

beu HAMBURG. Im Vorfeld hat Hein Gas gegen die Stromschwester E.dis, Neubrandenburg, punkten können. Das Hamburger Unternehmen behält seine in Mecklenburg tätige Tochter Hanse Gas, muss allerdings seine Beteiligungen an den kommunalen Stadtwerken in Wismar, Greifswald, Ribnitz-Damgarten und Stralsund an E.dis abgeben.

Eine Entscheidung über den künftigen Standort des fusionierten Unternehmens, ob Hamburg oder Rendsburg, fällt nach Hartmanns Einschätzung erst, wenn darüber Einvernehmen mit den Landesregierungen in Kiel und Hamburg erzielt worden ist.

Beim Gaspreis sieht Hartmann derzeit "gute Chancen, die Gaspreise bis zum Ende der Heizperiode, also Ende März, stabil halten zu können." Befürchtungen, dass Hein Gas nach der Fusion mit Schleswag dazu angehalten werden könnte, die Gaspreise deutlicher zu erhöhen, teilt Hartmann nicht. Er erinnert daran, dass das Kartellamt bei einer Preisdifferenz von 5 % zwischen Hein Gas und dem günstigeren Anbieter EWE ein Missbrauchsverfahren eingestellt, die Differenz aber nicht gebilligt hat. Sollte sich der Preisabstand zu einem günstigeren Anbieter spürbar verändern, könnte dies das Kartellamt wieder auf den Plan rufen. An den negativen Schlagzeilen, so Beobachter, könne weder Hein Gas noch dem Mutterkonzern Eon gelegen sein.

Einer Attacke des fusionierten Energieversorgers auf dem Hamburger Strommarkt gegen den Platzhirsch HEW gibt Hartmann wenig Erfolgsaussichten. HEW könne Strom aus eigenen Kernkraftwerken billiger anbieten als Wettbewerber, die zusätzlich Durchleitungsgebühren zahlen müssen. HEW-Sprecher Mario Spitzmüller erinnert an die schmalen Margen. Die Abwerbung von HEW-Kunden müsste mit hohen Preisnachlässen erkauft werden. Bisher haben nur 4,5 % der HEW-Privatkunden gewechselt.

Quelle: Handelsblatt

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