Größenordnung hat sich noch ausgeweitet
Ermittlungen gegen Ackermann gehen weiter

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor gegen den neuen Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, wegen des Verdachts der Untreue bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone. Die Größenordnung des Falls habe sich sogar noch ausgeweitet.

dpa DÜSSELDORF. "Ackermann zählt weiter zum Kreis der Beschuldigten", bestätigte Bernhard Englisch, Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen, am Freitag auf Anfrage. Die Größenordnung des Falls habe sich sogar noch ausgeweitet, inzwischen gehe es um eine Summe von etwa 200 Millionen DM (102 Millionen Euro).

Ackermann soll als Mannesmann-Aufsichtsrat unmittelbar nach der Übernahme durch Vodafone üppige Abfindungen mit abgesegnet haben. Der damalige Mannesmann-Chef Klaus Esser soll alleine 60 Millionen DM erhalten haben. Die Ermittler untersuchen, ob es sich dabei um Bestechungsgeld gehandelt haben könnte, mit dem der Widerstand des Managements gegen die Übernahme gebrochen werden sollte.

Am Mittwoch hatte der Schweizer Ackermann als erster Ausländer die Führung des größten deutschen Geldhauses übernommen. "Wir ermitteln weiter mit Volldampf und haben einen weiteren Staatsanwalt für das Verfahren abgestellt", sagte Englisch. Ob Anklage erhoben werde, wolle die Staatsanwaltschaft noch in diesem Jahr, womöglich noch im Spätsommer entscheiden.

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