Größere Ausweitung befürchtet
Auch Bayern will neues Importverbot für britisches Rindfleisch

Experten befürchten inzwischen eine größere Ausbreitung des BSE- Erregers als bislang angenommen.

dpa BERLIN. Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen hat sich auch die bayerische Staatsregierung dafür ausgesprochen, wegen der wachsenden Risiken durch die Rinderseuche BSE ein Importverbot für Rindfleisch aus Großbritannien zu verhängen. Bayerns Sozialministerin Barbara Stamm (CSU) sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Freitag), der Freistaat habe sich stets gegen die Aufhebung des Exportverbots für britisches Rindfleisch ausgesprochen. Das Bundesagrarministerium hatte den Vorstoß von Nordrhein-Westfalen und Hessen vorerst abgelehnt. Ein nationaler Alleingang sei "nicht sinnvoll", hieß es.

Experten befürchten inzwischen eine größere Ausbreitung des BSE- Erregers als bislang angenommen. In der Schweiz erkrankten erstmals zwei Rinder an der Seuche, die nach der verschärften Futtermittelverordnung von 1996 geboren wurden. Das Schweizer Konsumentenforum forderte deshalb ein generelles Verbot von Tiermehl im Futter. Zugleich halten es Forscher aus Großbritannien und Deutschland für möglich, dass neben Rindern auch Schafe und andere Tiere die BSE-Erreger auf den Menschen übertragen können.

Stamm betonte, an der bayerischen Haltung gegenüber britischem Rindfleisch habe sich nichts geändert. "Im Gegenteil: Die neueste Entwicklung in Großbritannien - der Tod eines jungen Mädchens an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sowie der Schindluder, der dort offensichtlich mit Studien und Forschungen zum Thema BSE getrieben wurde - macht es für mich unumgänglich, sofort wieder ein europäisches Exportverbot für britisches Rindfleisch einzuführen", sagte Stamm. Der Gesundheitsschutz der Verbraucher müsse oberste Priorität haben. Stamm forderte die Bundesregierung auf, unverzüglich auf europäischer Ebene aktiv zu werden.

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