Größere Mengen Bargeld aber keine Waffen: Mutmaßliches El-Kaida-Mitglied in NRW festgenommen

Größere Mengen Bargeld aber keine Waffen
Mutmaßliches El-Kaida-Mitglied in NRW festgenommen

In Mönchengladbach hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein mutmaßliches Mitglied der El-Kaida-Gruppe des Moslem-Extremisten Osama bin Laden festgenommen.

Reuters Düsseldorf. Ein Polizeisprecher sagte, der Mann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren habe einen italienisch klingenden Namen angegeben, aber keine Ausweispapiere bei sich gehabt. "Er war völlig unbewaffnet und hat sich widerstandslos festnehmen lassen", sagte der Sprecher. Ob der Mann noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt oder auf freien Fuß gesetzt werde, hänge von den laufenden Untersuchungen ab. Die Festnahme in einem Vier-Sterne-Hotel in der Innenstadt gehe auf einen entsprechenden Hinweis des Bundeskriminalamts (BKA) zurück.

Noch keine konkreten Anhaltspunkte

Bei der groß angelegten Polizei-Aktion seien mehrere Personen überprüft worden. Das BKA habe ursprünglich von drei mutmaßlichen El-Kaida-Mitgliedern gesprochen. Bei der Razzia im Dorint-Hotel sei dann aber nur eine Person festgenommen worden. Nach den beiden anderen werde gefahndet. Der Polizeisprecher sagte, bei dem Mann sei ein höherer Geldbetrag sicher gestellt worden. Die bisherigen Ermittlungen hätten aber keine konkreten Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft in der El-Kaida ergeben. Derzeit würden mit Unterstützung des BKA die Kontakte des Mannes, seine Einreiseroute und andere Hinweise überprüft.

Ein Hotel-Sprecher sagte, der Festgenommene habe gegen 14.00 Uhr ohne Begleitung im Hotel eingecheckt. Die Polizei habe in der Nacht in den Hotelzimmern ihre Ermittlungen fortgesetzt.

Wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung hatte die Polizei vor wenigen Tagen erst die Wohnungen eines Libanesen und eines Tunesiers in Bremen durchsucht. Der Verdacht habe sich aber vorläufig nicht erhärtet, hatte der Bremer Staatsanwalt Uwe Picard am Samstag erklärt. Das Magazin "Focus" hatte berichtet, die beiden Moslems stünden im Verdacht, über eine Art Reisebüro Kämpfer nach Afghanistan geschickt zu haben.

Picard sagte, der Anfangsverdacht habe sich nach der Festnahme zweier Türken im Oktober am Frankfurter Flughafen ergeben. Angehörige der Männer hätten dabei vom Kampf gegen die USA gesprochen. Anschließend habe man fast drei Monate lang verschiedene Personen überwacht.

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