Größter Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte
Ex-Flow-Tex-Boss erklärt sich schuldig

Im Prozess um den FlowTex-Skandal hat der angeklagte frühere FlowTex-Geschäftsführer Manfred Schmider am Donnerstag vor dem Mannheimer Landgericht ein umfassendes Geständnis abgelegt.

ddp/vwd MANNHEIM. Schmider ließ über seinen Verteidiger erklären, er sei in vollem Umfang für den Milliardenbetrug verantwortlich. Zugleich entschuldigte sich der frühere Unternehmer bei den Geschädigten. Es tue ihm leid, dass er das Vertrauen der Leasinggesellschaften und Banken verletzt habe.

Schmider muss sich gemeinsam mit seinem früheren Kompagnon Klaus Kleiser und zwei weiteren FlowTex-Verantwortlichen unter anderem wegen gemeinschaftlichen und bandenmäßigen Betruges verantworten. Die Angeklagten sollen Scheingeschäfte mit Horizontalbohrsystemen getätigt und dabei bundesweit rund 120 Leasinggesellschaften und Banken um über vier Milliarden Mark gebracht haben. Laut Anklage hatten sie knapp 3.200 Bohrsysteme verkauft, die überhaupt nicht existierten. Es handelt sich um den wohl größten Betrugsfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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