Größter Bilanzskandal am Neuen Markt
Comroad-Gründer wegen Kursbetruges vor Gericht

Vor dem Münchner Landgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen den Gründer des Telematik-Unternehmens Comroad, Bodo Schnabel (51), wegen Täuschung der Aktionäre begonnen.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Großteil des Firmenumsatzes frei erfunden zu haben. Er soll damit den Aktienkurs nach oben getrieben, dann eigene Aktien Gewinn bringend verkauft und sich so einen zweistelligen Millionenbetrag ergaunert haben.

Der Fall Comroad gilt als größter Bilanzskandal am Neuen Markt. Mitangeklagt ist Schnabels Ehefrau Ingrid. Nach Verlesung der Anklage wies Bodo Schnabel in einer persönlichen Erklärung die Vorwürfe gegen ihn zurück. Wörtlich sagte er: "Ich möchte klipp und klar feststellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt jemanden betrügen wollte." Allerdings räumte der 51-Jährige eigene Fehler ein. Es habe zu Zeiten des Börsenbooms aber nicht nur bei ihm selbst "eine fast religiöse Form der Zukunftsgläubigkeit gegeben", betonte der Firmengründer.

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