Größter Hersteller in Taiwan
Verhandlungen zwischen China Motor und Daimler-Chrysler

Der taiwanische Autohersteller China Motor Co spricht nach eigenen Angaben mit dem Autokonzern Daimler-Chrysler über mögliche Kooperationen bei verschiedenen Projekten in China und Taiwan.

Reuters TAIPEH. "Da beide mit Mitsubishi Motors verflochten sind, hat China Motor verschiedene Möglichkeiten der Kooperation mit Daimler-Chrysler ausgelotet", sagte Firmensprecher Chang Shih-ho am Montag. Bisher hätten die Gespräche aber noch nicht zum Ziel geführt. Eine Zusammenarbeit ist nach seinen Angaben entweder in Taiwan oder auf dem chinesischen Festland möglich. Bei Daimler-Chrysler war zunächst zur Stellungnahme niemand erreichbar.

China Motor stellt Fahrzeuge der Marke Mitsubishi her und ist nach eigenen Angaben der größte Autoproduzent der von China als abtrünnige Provinz angesehenen Insel Taiwain. Nach den Worten von Chang ist der viertgrößte japanische Autokonzern Mitsubishi Motors mit 15 % der Aktien an China Motors beteiligt. Daimler-Chrysler hält selbst 34 % der Anteile des verlustgeplagten Partners Mitsubishi.

Chang lehnte eine Stellungnahme zu einem Zeitungsbericht ab, nach dem Daimler-Chrysler und die zur Hälfte zur China Motor gehörende Southeast (Fujian) Motor Corp gemeinsam rund 50 Mill. Dollar (rund 115 Mill. DM) in ein chinesisches Joint Venture für kommerzielle Fahrzeuge investieren wollen. Dies hatte die Wirtschaftszeitung "Taipei Commercial Times" in ihrer Montagsausgabe berichtet.

Southeast hat nach den Angaben von Chang im vergangenen Geschäftsjahr rund 18 000 Fahrzeuge verkauft und plant einen Absatz von 40 000 Autos im Jahr 2001. Daimler-Chrysler führt nach früheren Angaben in China mit einem führenden Hersteller Gespräche über eine Allianz für Nutzfahrzeuge.

Ursprünglich wollte der Konzern hier bereits im ersten Quartal 2001 ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Allerdings hatte Asien- und Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes Ende Mai in einem Zeitungsinterview darauf hingewiesen, dass die Probleme bei der US-Tochter Chrysler und bei Mitsubishi zunehmend Managementkapazitäten binden würden. Dadurch sei das mit dem Hersteller First Automotive geplante Joint Venture vor dem Ende diesen Jahres nicht mehr machbar.

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