Größter Konsumgüterhersteller will kräftig zulegen
Konsumflaute erschwert Unilevers Geschäfte

Die Zurückhaltung der Verbraucher belastet den Unilever-Konzern. Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres blieb der Umsatz deutlich hinter der ursprünglichen Vorgaben der britisch-niederländischen Firma zurück.

and LONDON. Die Zurückhaltung der Verbraucher belastet den Unilever-Konzern. Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres legte der Umsatz des Konsumgüterherstellers nur leicht zu und blieb deutlich hinter der ursprünglichen Vorgaben der britisch-niederländischen Firma zurück. Der Aktienkurs brach in London daraufhin so stark ein wie noch nie in diesem Jahr: um mehr als 8%.

Der Absatz der 400 Kernmarken wie Knorr, Langnese, Iglo, Pfanni, Timotei, Sunil oder Coral sank in den drei Monaten um 3 %. Erst im März hatte die Unilever NV/plc die Anleger mit der Mitteilung geschockt, dass der Kerngeschäftsbereich statt der ursprünglich geplanten fünf bis sechs Prozent im Jahr 2003 nur noch um vier bis fünf Prozent zulegen werde.

In Europa ging der Umsatz im 1. Quartal sogar um 7 % zurück, was aber mit dem massiven Verkauf von Marken begründet wurde. Unilever-Chef Niall Fitzgerald hatte vor vier Jahren ein 5-Jahres-Programm eingeleitet, bei dem bis Ende 2004 rund 1 200 kleinere Marken und insgesamt 33 000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Die 400 Top-Marken machen inzwischen 90 % des Gesamtumsatzes aus.

Unilever zeigte sich gestern zuversichtlich, im Gesamtjahr doch noch das angestrebte Umsatzplus von fünf bis sechs Prozent zu erreichen. Beim Gewinn wird sogar ein zweistelliger Zuwachs angestrebt. "Wir haben im April eine deutliche Erholung gesehen", sagte Howard Green, Chef von Investor Relations bei Unilever.

Das schlechte Geschäft zu Jahresbeginn hat das späte Ostergeschäft, vor allem aber die Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher durch den Irakkrieg verursacht. Konkurrenten wie Nestlé oder Danone hatten im ersten Quartal stärker zulegen können als Unilever.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%