Größter Pasta-Fabrikant der Welt
Hintergrund: Familienunternehmen Barilla

Barilla ist der größte Pasta-Fabrikant der Welt. Spätestens seit dem Werbespot mit Tennis-Queen Steffi Graf und ihrem Nudel-Flirt ist die Marke auch vielen Deutschen ein Begriff.

dpa PARMA. In Italien gehört Barilla neben dem Fiat-Autokonzern und dem staatlichen Fernsehen Rai zu den bekanntesten Unternehmen, ergab jüngst eine Umfrage. Ob Spaghetti, Fusilli oder Penne - das norditalienische Unternehmen wirbt damit, dass seine Pasta nicht zusammenklebt und stets "al dente" auf den Teller kommt.

"Der Verbraucher ist unser Hauptanliegen", betont Unternehmenschef Guido Barilla (42). Derzeit feiert die vierte Generation der Nudeldynastie das 125-jähriges Firmenjubiläum. 1877 hatte Pietro Barilla in Parma ein kleines Geschäft für Brot und Pasta eröffnet. Damals konnten dank einer speziellen Holzpresse 50 Kilogramm Nudeln am Tag gefertigt werden. Anfang dieses Jahres meldete Barilla für das Jahr 2001 eine Rekordproduktion von 300.000 Tonnen Pasta.

Für den aufwendigen Werbespot zum 125. Geburtstag wurde Star-Regisseur Wim Wenders engagiert: Zu sehen sind grenzenlose Kornfelder, aber keine einzige Nudel.

Weil die Möglichkeiten in der Heimat mittlerweile so gut wie ausgereizt sind, versucht der Konzern aus Parma seit 1996 durch internationale Expansion auch in der Backwarensparte Fuß zu fassen. Den Anfang machte das Familienunternehmen vor rund drei Jahren mit der Übernahme des weltgrößten Knäckebrot-Herstellers Wasa aus Schweden.

Seit Monaten kursierten in Italien und Deutschland Gerüchte über ein Interesse an dem Düsseldorfer Großbäcker Kamps. Im vergangenen Jahr konnte Barilla seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro steigern und bestätigte seine Stellung als Pasta-Weltmarktführer.

Der Vorsteuergewinn stieg um 16 Prozent auf 123 Millionen Euro. Bei der Bilanzvorstellung erklärten die drei Barilla-Erben Guido, Paolo und Luca, Barilla habe derzeit sieben bis acht Unternehmen im Ausland zur Akquisition im Visier. Obendrein arbeite der Konzern auch an einem Konzept für den Aufbau Fast-Food-Kette - natürlich mit Nudeln als Hauptgericht.

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