Größtmögliche Flexibilität vom Kongress gefordert: Bush will fast 75 Milliarden Dollar für den Krieg

Größtmögliche Flexibilität vom Kongress gefordert
Bush will fast 75 Milliarden Dollar für den Krieg

US-Präsident George W. Bush hat am Dienstag im Kongress fast 75 Mrd. Dollar (70 Mrd. ?) für den Krieg im Irak beantragt. In einer Rede im Verteidigungsministerium von Washington appellierte der Präsident an das Parlament, ihm größtmögliche Flexibilität einzuräumen.

HB/dpa WASHINGTON. Der Betrag soll die erwarteten Kosten für sechs Monate abdecken. Bush sagte, die Alliierten machten im Irak "stetige Fortschritte". Auch wenn der Feind keine Regeln und Gesetze einhalte, stehe der Ausgang der Kämpfe fest. "Wir werden siegen."

Großbritannien hat in seinem Haushalt bislang 1,75 Mrd. Pfund (2,6 Mrd. ?) für die Kosten des Irak- Kriegs und den Kampf gegen den Internationalen Terrorismus vorgesehen, schließt eine Erhöhung aber nicht aus.

Die US-Regierung plant allein 62,6 Mrd. für den Krieg selbst ein. Der Transport der Truppen, Waffen und Ausrüstung kostet rund die Hälfte dieses Betrages. 7,8 Mrd. sind für internationale Hilfe vorgesehen, darunter fünf Mrd. für Länder, die von dem Krieg nachteilig betroffen sind. Dazu gehören Pakistan, Israel, Jordanien und die Türkei.

Ankara wird nach Angaben eines US-Beamten 1 Milliarde Dollar erhalten. Die Türken hätten ein weit umfangreicheres Hilfspaket von sechs Mrd. Dollar bekommen, wenn das Parlament es nicht abgelehnt hätte, US-Truppen für eine Invasion in den Norden des Irak aufzunehmen. 4,2 Mrd. Dollar sind für den Heimatschutz vorgesehen. Der Nachtragshaushalt für das bis Ende September laufende Etatjahr 2003 würde das erwartete Defizit auf fast 400 Mrd. Dollar erhöhen.

Bush wies insbesondere daraufhin, dass in den von ihm beantragten Mitteln in Höhe von insgesamt 74,7 Mrd. Dollar Gelder für humanitäre und Wiederaufbau-Hilfe "in einem freien Irak" inbegriffen seien. So schnell wie möglich sollten die Iraker benötigte Nahrungsmittel und Medikamente erhalten. "Bald wird die irakische Bevölkerung das große Mitgefühl nicht nur der USA spüren, sondern anderer Länder rund um die Welt, die zutiefst über die Bedingungen für die Menschen in dem Land besorgt sind."

Der britische Schatzkanzler Gordon Brown hatte kurz vor Kriegsbeginn angekündigt, dass die von London vorgesehenen Gelder weiter aufgestockt werden könnten. "Nichts sollte uns davon abhalten, unsere Truppen angemessen auszustatten und zu unterstützen", sagte er.

Das angesehene Internationale Institut für Strategische Studien in London schätzte die kurzfristigen Kosten für die britischen Steuerzahler auf bis zu 3,5 Mrd. Pfund (5,3 Mrd. ?). Langfristig müsse wegen des Wiederaufbaus des Iraks aber mit zweistelligen Milliardenbeträgen gerechnet werden.

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