Großaufgebot
Viel Prominenz beim Wahlkampffinale

Mit einem Großaufgebot an Bundesprominenz haben vier Parteien den Wahlkampf für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beendet. Den Auftakt bildete am Donnerstag in Magdeburg die PDS.

dpa MAGDEBURG. Deren Bundesvorsitzende Gabi Zimmer bekräftigte noch einmal den Anspruch der Linkssozialisten, nach der Wahl an diesem Sonntag in einer Koalition mit der SPD Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen. Bisher tolerieren sie das SPD-Minderheitskabinett von Ministerpräsident Reinhard Höppner.

Am Abend waren in Magdeburg auch Veranstaltungen von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen geplant, unter anderem mit Unions- Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU), FDP-Chef Guido Westerwelle und Außenminister Joschka Fischer (Grüne). Die Wahlkampf- Abschlusskundgebung der SPD mit Bundeskanzler Gerhard Schröder ist für Freitag in Magdeburg vorgesehen.

Höppner: Wir werden nie Juniorpartner der PDS

Zimmer schloss nicht aus, dass ihre Partei in einer rot-roten Koalition auch dann einen SPD-Ministerpräsidenten akzeptieren würde, wenn die PDS bei der Wahl mehr Stimmen als die SPD erhielte. "Das käme auf das Ergebnis der SPD, die Höhe ihrer Verluste an". Grundsätzlich sei die PDS bereit, weiter mit Höppner zusammenzuarbeiten. Sie sei aber auch selbstbewusst genug, selbst einen Kandidaten als Regierungschef zu stellen. Höppner schloss unterdessen noch einmal Rot-Rot unter Führung der PDS aus. "Wir werden nie in eine Regierung als Juniorpartner gehen, die von der PDS geführt wird", sagte er im Inforadio Berlin-Brandenburg.

Nach jüngsten Umfragen besteht die Möglichkeit, dass die Linkssozialisten am Sonntag vor der SPD landen. Stärkste Partei ist nach den Erhebungen mit rund 32 % momentan die CDU. Gute Chancen, nach langer Durststrecke erstmals wieder in ein Parlament der neuen Länder einzuziehen, hat auch die FDP. Wackelkandidat ist die Schill-Partei.

In der SPD wurde am Donnerstag weiter darüber diskutiert, ob die von der CDU angebotene große Koalition oder Rot-Rot besser seien. Für Verärgerung sorgten Äußerungen Höppners auf einem Forum der "Magdeburger Volksstimme": Dort hatte er erklärt, in einer rot- roten Koalition könne die SPD weiter den Ministerpräsidenten stellen, was bei einer großen Koalition mit der SPD als Juniorpartner nicht der Fall sei. Mehrere Sozialdemokraten reagierten verwundert und erinnerten an die SPD-Abmachung, sich vor der Wahl nicht über Koalitionspartner zu äußern.

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