Großauftrag erhalten
Dürr tritt auf die Kostenbremse

Der Stuttgarter Anlagenbauer Dürr reagiert mit einem konzernweiten Kostensenkungsprogramm auf das gedämpfte Investitionsklima. Das vor zwei Jahren aufgelegte Programm werde nun verstärkt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag.

Reuters STUTTGART. Es sei vergangenen Dienstag im Unternehmen vorgestellt worden und solle auch auf der Bilanzpressekonferenz am 10. April erläutert werden. Von dem Programm zur Kostensenkung und Ertragssteigerung seien alle Bereiche betroffen. Einsparungen werde es unter anderem im Verwaltungsbereich geben. Stellenstreichungen seien nicht die Stoßrichtung, ergänzte die Sprecherin. Die habe es zum großen Teil im vergangenen Jahr bei der Darmstädter Tochter Carl Schenck gegeben.

Zudem gebe es seit einem Dreiviertel Jahr einen Investitionsstopp im Unternehmen. Hier sei einiges eingespart worden und dies sei auch in Zukunft geplant. Einzelheiten wollte die Sprecherin mit Verweis auf die Bilanz-Pressekonferenz nicht sagen.

Wegen der Sanierung von Carl Schenck und im US- Geschäft hatte Dürr nach neun Monaten 2002 einen Verlust vor Steuern von 5,7 Millionen Euro verbucht. Vor Jahresfrist hatte Dürr noch 20,1 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen. Für das Gesamtjahr berief sich das Unternehmen auf Expertenschätzungen, die einen Gewinn vor Steuern zwischen 22 und 23 (2001: 47,3) Millionen Euro erwartet hatten. Zu den Aussagen im Anschluss an das dritte Quartal gebe es keine Änderung, sagte die Sprecherin.

Auftrag von General Motors erthalten

Am Morgen hatte das Unternehmen mitgeteilt, vom US-Autokonzern General Motors Corporation (GM) den nach eigenen Angaben größten Einzelauftrag der Firmengeschichte erhalten zu haben. Damit sei im Januar und Februar 2003 ein überdurchschnittlich hoher Auftragseingang von fast einer Milliarde Euro erzielt worden. Dürr liefere mehrere Karossen-Lackiersysteme an die GM-Werke Oshawa in Kanada und Lordstown (Ohio). GM plane zudem eine weitere Lackieranlage.

Die Dürr-Aktie ist aus dem auf 50 Unternehmen verkleinerten Nebenwerte-Index MDax herausgefallen und ist seit Montag im SDax notiert. Die Aktie legte im frühen Handel 5,97 Prozent zu 14,20 Euro zu.

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