Großbanken SCH und BBVA legen Zahlen vor: Argentinien belastet spanische Banken

Großbanken SCH und BBVA legen Zahlen vor
Argentinien belastet spanische Banken

Argentinien stellt die Stärke der beiden spanischen Großbanken Santander Central Hispano (SCH) und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) auf eine harte Probe. Auf beide Kreditinstitute könnten aufgrund der Krise in dem lateinamerikanischen Land massive Gewinneinbußen zukommen.

sk MADRID. Aufschluss über das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 und einen Ausblick auf 2002 will am Dienstag zunächst SCH geben. In der nächsten Woche, vorgesehen ist der 30. Januar, will BBVA folgen.

Bislang haben sich die beiden Banken, die wie der spanische Telekomkonzern Telefónica und das Mineralölunternehmen Repsol zu den größten europäischen Investoren in Argentinien gehören, mit Erklärungen zurückgehalten, mit welchen konkreten finanziellen Auswirkungen sie aufgrund der Krise in Argentinien rechnen. Klein werden die Auswirkungen nicht sein, das ist allen spanischen Unternehmens- und Bankenvertretern klar. Noch vergangene Woche brachte SCH-Präsident Emilio Botín seinen "Pessimismus" über die Situation in Argentinien zum Ausdruck und forderte die Regierung in Buenos Aires auf, einen "glaubwürdigen Sanierungsplan" vorzulegen.

Spekulationen, nach denen sich der Gewinn 2001 auf ein knapp 10%iges Plus beschränken werde, wurden von SCH nicht bestätigt. Auch die Konkurrenzbank BBVA wollte Berichte spanischer Zeitungen von einem Ergebnis lediglich im einstelligen Bereich nicht bestätigen. Unrealistisch dürften die Zahlen jedoch nicht sein.

Beide Banken hatten zuletzt im Oktober bei der Vorlage ihrer Neunmonatszahlen ihre Prognose für das Jahr 2001 nach unten korrigieren müssen. Damals rechneten sie aufgrund der Eintrübung der internationalen Konjunktur mit einem Plus beim Nettogewinn von jeweils 16%. In den vergangenen Jahren haben die beiden spanischen Großbanken ihr Ergebnis stets im zweistelligen Bereich steigern können. Die Aktienkurse an der Börse Madrid stehen seit Monaten unter Druck. Im Jahresverlauf verlor der SCH-Kurs 3,5%, BBVA gab 6,7% ab.

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