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Großbanken verhandeln über Hypogeschäfte

Die drei Großbanken Deutsche Bank, Dresdner Bank und die Commerzbank verhandeln nach einem Magazinbericht über einen Zusammenschluss ihrer Hypothekenbanken.

Reuters HAMBURG. Die Dresdner Bank und die Commerzbank verhandelten bereits über eine Fusion ihrer Hypothekenbank-Töchter Deutsche Hyp und Rheinhyp und wollten nun auch noch die Eurohypo der Deutschen Bank gewinnen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab aus seiner neuen Ausgabe. Es sei bereits ein Arbeitskreis gebildet worden, um den Plan im Detail zu erörtern. Ein Commerzbank Sprecher sagte dazu lediglich, ihm sei dies nicht bekannt. Die Deutsche Bank wollte zu dem Bericht keine Stellungnahme abgeben. "Es gibt keine konkreten Gespräche", sagte hingegen ein Sprecher der Dresdner Bank.

Das neue Institut solle mittelfristig an die Börse gebracht werden und würde eine Bilanzsumme von 250 Mrd. ? aufweisen, berichtete das Magazin weiter. Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz hatte in der Vergangenheit angekündigt, dass er die Strategie im Hypothekenbankgeschäft der Tochter Deutsche Hyp auf den Prüfstand stellen werde. Die Commerzbank-Tochter Rheinhyp stellt sich nach Experteneinschätzung derzeit im Immobilienbereich als Komplettanbieter für die Finanzierung und als Dienstleister auf. Daneben nutzt das Haus die Möglichkeit, Kreditrisiken zu verbriefen und dann am Markt zu verkaufen.

Die Gespräche zwischen den Banken seien allerdings erst in einem frühen Stadium, berichtete das Magazin unter Berufung auf einen Bankenvorstand weiter. Der schwierigste Verhandlungspunkt sei die Bewertung der drei Hypothekenbanken und die sich daraus ergebenden Beteiligungen der Muttergesellschaften an dem neuen Institut. Bankenexperten gehen davon aus, dass es im laufenden Jahr zu einer Neuordnung des Hypothekenbankgeschäfts unter den deutschen Großbanken kommen kann. Fusionen würden den Hypothekenbanken Kosten sparen und die nötige Größe für einen Marktauftritt sichern. Dies gilt beispielsweise für die Refinanzierung der Banken, da am Markt immer stärker großvolumige und hochliquide Pfandbriefe gefragt sind.

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