Großbritannien
Börsenaufsicht kritisiert Fondswerbung

Die britische Aufsichtsbehörde FSA will einen neuen Standard für die Werbung von Produkten aus der Finanzindustrie schaffen. Risiko-Hinweise seien derzeit zu stark versteckt, kritisiert die Behörde.

fs LONDON. Wie die Financial Services Authority mitteilte, sollen die Finanzdienstleister frühere Entwicklungen bei der Werbung weniger stark in den Vordergrund rücken. Die FSA veröffentlichte eine Reihe von Vorschlägen, die in den nächsten Monaten diskutiert werden sollen. Die Behörde hat festgestellt, dass Werbung eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für den Kauf eines Fonds oder eines Zertifikates spielt. Wohl auch deshalb pumpten die Finanzdienstleister allein im vergangenen Jahr 1,4 Mrd. Pfund (rund 2,25 Mrd. Euro) in die Vermarktung ihrer Produkte. Nur über das Fernsehen erreichten die Anbieter damit gut 38 Millionen Menschen in Großbritannien.

Nach bisheriger Praxis haben die meisten Fonds zwar die Risiken auch in den Anzeigen erwähnt. Sie verschwinden jedoch oft im Hintergrund, bei einer Printanzeige etwa im Kleingedruckten. Einer der neuen Vorschläge lässt den Risikohinweis künftig in den Haupttext fließen.

Die Fondsgesellschaft Fidelity äußerte sich nur teilweise positiv über die Vorschläge. Die Entwicklung der Fondsgesellschaften in der Vergangenheit sei eine wichtige Ziffer, meinte ein Sprecher. "Bei Fonds mit schlechten Ergebnissen in der Vergangenheit ist die Gefahr einer zukünftig schlechten Entwicklung ebenfalls größer." Fidelity plädierte dafür, den ausgewiesenen Zeitraum für alle Fonds zu vereinheitlichen, statt ihn bei jedem Fonds willkürlich zu wählen.

Die FSA will die neuen Regeln im September erstellen. Im kommenden Dezember sollen sie dann in Kraft treten.

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