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Großbritannien: Hypothekenkredite sinken im Mai auf 4,9 Milliarden Pfund

LONDON (dpa-AFX) - In Großbritannien sind die Hypothekenkredite im Mai so langsam gewachsen wie seit November nicht mehr. Sie seien zum Vormonat um 4,9 Milliarden Pfund geklettert, teilte der britische Bankenverband BBA am Freitag in London mit. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Monate hatten sich die Kredite noch um 5,6 Milliarden Pfund ausgeweitet. Im April waren die Kredite um den Rekordwert von 6,4 Milliarden Pfund geklettert.

LONDON (dpa-AFX) - In Großbritannien sind die Hypothekenkredite im Mai so langsam gewachsen wie seit November nicht mehr. Sie seien zum Vormonat um 4,9 Milliarden Pfund geklettert, teilte der britische Bankenverband BBA am Freitag in London mit. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Monate hatten sich die Kredite noch um 5,6 Milliarden Pfund ausgeweitet. Im April waren die Kredite um den Rekordwert von 6,4 Milliarden Pfund geklettert.

Die Kreditbewilligungen, die ein Indikator für die Entwicklung der Hypothekendarlehen in den kommenden Monaten sind, stiegen im Mai um 5 Prozent auf 18 Milliarden Pfund. Die durchschnittliche Kreditsumme kletterte von 112.400 Pfund im April auf 115.400 Pfund.

EXPERTEN WARNEN VOR PLATZEN EINER IMMOBILIENBLASE

Experten warnen seit geraumer Zeit vor der Gefahr des Platzens einer Immobilienpreisblase in Großbritannien. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus nehmen die britischen Konsumenten unverändert stark Kredite auf. Gleichzeitig steigen die Hauspreise dramatisch. Diesem andauernden Trend wollte die Zentralbank durch mehrere Zinserhöhungen in jüngster Zeit entgegensteuern. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Hauspreise teils verdoppelt. Durch die zunehmende Zahl von Single-Haushalten steigt die Nachfrage, während gleichzeitig so wenig neue Wohnungen gebaut werden wie sonst nirgendwo in der Europäischen Union.

Sollten die Hauspreise irgendwann sinken, könnte dies nach Befürchtung von Experten in zahllosen Haushalten zur Zahlungsunfähigkeit führen. Der Immobilienmarkt gilt als Dreh- und Angelpunkt der britischen Wirtschaft. Die Bank von England kann dieses Problem direkt beeinflussen, denn niedrige Zinsen lassen die Hauspreise wegen der günstigen Kredite noch weiter steigen. Der Verlust dieses Instruments bei einem britischen Beitritt zur Währungsunion gilt als eines der Hauptargumente gegen den Euro.

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