Großdemonstration gegen USA in afghanischer Hauptstadt
Demonstranten in Kabul zünden alte US-Botschaft an

Tausende von Afghanen haben am Mittwoch in der afghanischen Hauptstadt Kabul gegen die USA demonstriert und dort die verlassene US-Botschaft in Brand gesetzt.

afp/dpa KABUL. Das berichtete der arabische Fernsehkanal "Al-Dschasira", der noch einen Korrespondenten in der afghanischen Hauptstadt hat. Der Sender zeigte am Morgen Live-Bilder aus Kabul, auf denen große Rauchschwaden zu sehen waren. Der Vorgang wurde auch von der in Pakistan ansässigen Nachrichtenagentur Afghanische Islamische Presse (AIP) gemeldet.

Tausende Menschen nahmen in Kabul an der Demonstration gegen die USA teil. An der größten Kundgebung in Kabul seit den verheerenden Anschlägen in den USA am 11. September beteiligten sich Staatsbedienstete, Studenten und Ladeninhaber. Die Demonstranten riefen Losungen wie: "Tod den Vereinigten Staaten", "Tod für Bush" und "Lang lebe der Islam". Auf mitgeführten Bannern protestierten sie gegen die von den USA angekündigten Vergeltungsangriffe.

Die USA sind dabei, den militärischen Ring um Afghanistan immer enger zu ziehen. Sie beschuldigen die dort herrschenden radikalislamischen Taliban, dem Moslemextremisten Osama bin Laden Unterschlupf zu gewähren, den sie als Drahtzieher der Anschläge in New York, Washington und Pennsylvania ansehen.

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