Große, farbige und aufklappbare Displays
High-End-Handys: Moppelige Puderdose

Das japanische Unternehmen NEC fristet mit Mobiltelefonen auf dem europäischen Markt bis heute nur ein Nischendasein. Jetzt aber bietet NEC als erster Hersteller in Europa ein Handy für den mobilen Onlinedienst i-mode an. Gerät und Dienst gibt es in Deutschland exklusiv beim Netzbetreiber E-Plus.

ahe/kt DÜSSELDORF. Das N21i getaufte Mobilfon kommt mit einem großen, farbigen und aufklappbaren Handydisplay daher und wirkt auf den ersten Blick wie eine etwas moppelig geratene Puderdose. Bei eingehenden Nachrichten blinkt es in verschiedenen Farben und tönt zusätzlich auch noch mehrstimmig. Statt eines normalen Klingeltons kann es auf Wunsch auch bellen, muhen oder schreien. Ein Tastendruck auf den i-mode-Knopf, und schon ist man online. Schwierige Installationen sind nicht notwendig.

Ist der Börsendienst abonniert, landen neue Nachrichten automatisch auf dem Display. Schade nur, dass eine direkte Kostenkontrolle der Dienste und Onlinesitzungen nicht möglich sind.

Für Geschäftskunden fehlt eine Infrarotschnittstelle für den Datenaustausch mit anderen Geräten. Und wer online sein will und gleichzeitig telefoniert, muss das Gerät spätestens nach drei Stunden wieder aufladen. Das stark lifestyle-orientierte Gerät kostet zurzeit 249 Euro.

Einer gänzlich anderen Philosophie folgt der Tréo, das Smartphone des bisher auf das Geschäft mit Organizern spezialisierten Anbieters Handspring (siehe Interview Seite 92). Ausgehend von den Funktionen eines auf dem Palm-Betriebssystem basierenden Kompaktcomputers, wie etwa Kalender, Adressdatenbank oder elektronischer Notizblock, haben die Entwickler von Handspring ihr nur 147 Gramm schweres Business-Tool um die Funktionen eines Mobiltelefons sowie um einen Internet-Browser erweitert. Die Anwahl von Rufnummern oder das Erstellen von SMS beziehungsweise E-Mails, gestützt auf die Daten aus dem Adressbuch, funktioniert schnell und komfortabel. Dabei ist das Gerät sehr kompakt geblieben.

Unter einer Schutzklappe mit integrierter Hörmuschel verbergen sich, je nach Ausführung, entweder ausschließlich der berührungsempfindliche Bildschirm zur Bedienung des Treo oder zusätzlich zum Display eine Tastatur. Letztere ist zum Verfassen längerer Texte ungeeignet, erleichtert aber die Eingabe von SMS oder das Beantworten von E-Mails. Ohne Mobilfunkkartenvertrag kostet das Gerät rund 700 Euro.

Jede Menge High-Tech und ein Farbdisplay bietet das T68 von SonyEricsson. Es funkt in allen europäischen und amerikanischen GSM-Netzen, wiegt nur 85 Gramm und passt in jede Hemd- oder Hosentasche. Mit dem Joystick lassen sich schnell die wichtigsten Menüs wie Telefonbuch, Kalender, Wecker, Stoppuhr, SMS oder WAP-Dienste ansteuern. Die Akkulaufzeit beträgt nach Angaben von SonyEricsson immerhin bis zu 384 Stunden, also 16 Tagen - beachtlich für ein Gerät mit Farbdisplay.

Um mobil ins Internet zu gelangen, vereinigt das T68 alle zurzeit möglichen Datenübertragungsdienste wie HSCSD oder GPRS. Per Bluetooth und Infrarot ist die drahtlose Verbindung zu anderen Geräten wie Kopfhörer, Notebook oder Digitalkamera möglich. So können Bilder von einer Digitalkamera per Infrarot als Mail-Anhang mit dem Handy verschickt werden.

Wer die Digitalkamera lieber mit dem Handy vereint nutzen will, dem bietet Sony-Ericsson das T68i an mit der CommuniCan MCA-20 zum Aufstecken. Die digitale Kamera für zusätzlich 199 Euro knipst Bilder von 80 x 101 Pixel Auflösung. Das Display dient gleichzeitig als Kamerasucher.

Außerdem ist das T68i das erste Gerät, mit dem schon der neue Multimedia-Nachrichtendienst MMS funkioniert. Mit ihm lassen sich auch Bilder, Grafiken und Videos von Handy zu Handy schicken und an Textnachrichten anhängen oder per E-Mail verschicken. Das Gerät kostet ohne Kartenvertrag 700 Euro. Möglich ist MMS bislang nur bei Vodafone, die anderen Mobilfunkbetreiber werden im Sommer folgen.

Quelle: WirtschaftsWoche

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