Große Gesellschaften fliegen in die Kostenfalle
Billig-Airlines rollen US-Markt auf

Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung R2A Transportation Management Consultants. Southwest schreibt als einziger US-Anbieter trotz der Krise der Luftfahrt schwarze Zahlen.

kk NEW YORK. Die Gesellschaft aus dem texanischen Dallas entwickelte als erste in den USA das Konzept, Direktflüge zwischen zweitrangigen Flughäfen in der Nähe von Metropolen anzubieten und den Service in den Flugzeugen zu verringern. Dafür kosten die Flugtickets deutlich weniger als bei der etablierten Konkurrenz. Mit diesem Konzept hat Southwest in den vergangenen 18 Monaten Gewinn erwirtschaftet, während die großen Anbieter Milliardenverluste einfliegen und um Staatshilfen betteln.

Die US-Fluggesellschaften rechnen mit 8 Mrd. $ Verlust in diesem Jahr, nach einem Minus von 7,7 Mrd. $ im vergangenen Jahr. US Airways hat bereits Gläubigerschutz beantragt; UAL Corp. - Muttergesellschaft von United Airlines - könnte das gleiche Schicksal drohen, wenn sie sich nicht mit den Gewerkschaften auf drastische Lohnverzichte einigt.

Um auf die gleichen Kosten pro Flugmeile wie Southwest zu kommen, müssten die acht größten Fluggesellschaften laut Studie ihre Kosten um 18,6 Mrd. $ senken. Am schlechtesten im Vergleich mit Southwest schneiden US Airways und AMR, der Betreiber von American Airlines, ab. Es gehe nicht darum, "an den Kosten herumzuspielen", sagt Berater Michael Roach, der die Studie geleitet hat. Die Unternehmen müssten ihre Strategie vielmehr drastisch ändern, wenn sie überleben wollten. Angesichts der schwachen Wirtschaft achten auch Geschäftsreisende stärker auf die Kosten. So machen die Billigflieger den großen Anbietern derzeit besonders zu schaffen.

John Wensveen, Professor für Airline Management in Tampa/Florida, warnt vor einem direkten Vergleich zwischen Billiganbietern und etablierten Gesellschaften: "Die Kosten so weit senken zu wollen ist illusorisch", sagt er. "Southwest konkurriert eher mit dem Auto als mit anderen Fluggesellschaften." Billigflieger und große Anbieter sprächen immer noch unterschiedliche Zielgruppen an.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%