Große Gewinner gab es am Dienstag nicht
US-Börsen schließen auf Tagesstiefständen

Es wäre auch zu einfach gewesen. Am zweiten Handelstag nach den Terroranschlägen in New York und Washington konnten sich die US-Märkte zwar in der ersten Handelshälfte größtenteils gut behaupten. Doch bis zum Handelschluss hielt diezuversichtliche Stimmung dann doch nicht. Bei vergleichsweise geringem Handelsvolumen nahmen viele Anleger vor Handelsschluss ihre Gewinne noch mit. Der Dow Jones Index schloss schließlich auf seinem Tagestiefstand.

Das Börsenbarometer verlor fast 0,2 Prozent auf 8 903 Punkte. Im Tagesverlauf hatte es der Index der 30 US-Standardwerte bis über die psychologisch wichtige Marke von 9 000 Punkten geschafft. Der Nasdaq Index rutschte ebenfalls auf seinen Tagestiefstand und ging mit einem Minus von 1,55 Prozent auf 1 555 Zählern aus dem Rennen.

Große Gewinner waren am Dienstag nicht auszumachen. Sowohl die Branche der Rüstungskonzerne als auch die Soft- und Hardwareunternehmen zeigten sich gemischt. Auch die Biotechnologiebranche konnte sich nicht einheitlich für eine Richtung entscheiden. Die Aktie von Amgen drehte trotz der Zulassung eines neuen Medikaments gegen Blutarmut in der zweiten Handelhälfte ins Minus. Die Aktie verlor 2,42 Prozent auf 59,38 Dollar.

Einheitlich Positon bezogen dagegen die Aktien der Fluggesellschaften. Nachdem die Papiere dieses Sektors am Montag herbe Kursverluste zu verkraften hatte, trieben wohlwollende Worte aus Washington die Papiere des Sektors einheitlich ins Plus.Präsident Bush hat angekündigt, ein ökonomisches Hilfspaket schnüren zu wollen, das die US-Wirtschaft wieder ankurbeln soll. Analysten rechnen nach demTerroranschlag von vor einer Woche mit Milliardenverlusten, bis zu 100 000 Angestellte könnten entlassen werden. United Airlines gewannen 8,57 Prozent auf 19 Dollar. Das Papier von Delta Airlines legte 11,05 Prozent auf 22,92 Dollar zu. Northwest Airlines kletterten 3,95 Prozent auf 12,91 Dollar.

Die Titel der Versicherungsunternehmen gehörten dagegen einen weiteren Tag in Folge zu den Verlierern. Bankaktien schlossen sich an und notierten ebenfalls geschlossen im Minus. American Express gehörte zu den größten Verlierern im Dow Jones. Das Kreditkarteninstitut wird die Geschäftsprognosen für das dritte Quartal vorraussichtlich nicht erfüllen können. Das kündigte das Management am Dienstagmorgen an. Der Terroranschlag des 11. September werde vor allem dem Reise- und Finanzservicebereich schaden. Die Aktie büßte 9,12 Prozent auf 27,49 Dollar ein.

Honeywell und Boeing verloren ebenfalls kräftig an Wert. Der Luftfahrtkonzern Boeing steht weiterhin unter Abgabedruck. Anleger befürchten, dass der Konzern nach der Katastrophe vom 11. September weniger Aufträge von der zurzeit so geplagten Flugzeugindustrie erhalten könnte. Die Aktie von Boeing schlidderte 8,21 Prozent ins Minus und schloss bei 32,86 Dollar.

Zu den größten Nasdaq-Gewinnern zählte am Dienstag die Aktie von Rambus. Der Hersteller von Speicherchips hatte am Montag ein Geschäft mit Chipgigant Intel bekannt gegeben. Intel wird Rambus für die Nutzung von Speichertechnologie künftig zehn Millionen Dollar pro Quartal zahlen. Die Anleger waren zufrieden. Das Papier legte 16,69 Prozent auf 7,76 Dollar zu.

Wieder bergauf ging es für Oracle. Die Aktie gewann fast 3,36 Prozent auf 11,38 Dollar und gehörte zu den am meisten gehandelten Aktien. Das Management des Softwarekonzerns hatte angekündigt, dass das Ergebnis des zweiten Quartalsschwächer ausfallen werde, der Gewinn in diesem Jahr aber auf dem Vorjahresniveau ausfallen werde. Anleger schien die Aussage zu berühigen.

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