Große Hoffnungen setzt die DESG auf die Trainingsgruppe des Niederländers Jan Coopmans in Grefrath
Im langen Schatten der „Golden Girls“

Die deutschen Eisschnelllauf-Herren rennen ganz im Gegensatz zu ihren weiblichen Kolleginnen internationale nur hinterher. Sportdirektor Günter Schumacher fordert und Geduld - und sieht Licht am Ende des Tunnels.

HB HEERENVEEN. Die Diskrepanz könnte kaum größer sein. Die "Golden Girls" beherrschen die Weltelite, sammeln Edelmetall bei Titelkämpfen wie in kaum einer anderen Sportart - die besten männlichen Eisschnellläufer Deutschlands stehen hingegen "wie Mauerblümchen" daneben und müssen sich oft mit Platzierungen am hinteren Ende der Top 20 zufrieden geben.

"Die Probleme sind nicht neu. Aber es gibt Lichtblicke, die uns für die kommenden Jahre zuversichtlich stimmen", sagt Günter Schumacher, der Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf- Gemeinschaft (DESG). Er sieht die Situation vor der Europameisterschaft in Heerenveen nicht mehr ganz so negativ wie vielleicht noch vor drei, vier Jahren. "Aber unsere Talente brauchen Geduld. Es dauert mittlerweile fast bis zu fünf Jahre, ehe Top-Leute im Junioren-Bereich bei den Herren Fuß fassen", so der Bayer.

Viele im Juniorenalter erfolgreiche Talente haben daher frustriert das Handtuch geworfen, nur ganz wenige wie Jan Friesinger, der Bruder der großen EM-Favoritin Anni Friesinger, setzten sich nicht nur auf nationaler Ebene durch, sondern klopfen zumindest hin und wieder an die Tür zur Weltelite. "Es ist schon nicht ganz einfach, immer im Schatten der so erfolgreichen Damen und einer so berühmten Schwester zu stehen. Aber ich profitiere auch unheimlich vom Training mit Anni", meint der 24-jährige Inzeller.

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