Große Mehrheit für die Umwandlung zur Aktiengesellschaft
Versicherungsnehmer stimmen Börsengang von Prudential zu

Der amerikanische Versicherungskonzern Prudential Insurance ist seinem geplanten Börsengang ein großes Stück näher gerückt. Etwa 92 % der Versicherungsnehmer haben der Umwandlung des zweitgrößten US-Lebensversicherers in eine Aktiengesellschaft zugestimmt.

ehe NEW YORK. Der in Newark, New Jersey, ansässige Konzern plant die öffentliche Aktienemission für das vierte Quartal dieses Jahres. Nun muss nur noch die Banken- und Versicherungsaufsicht des Bundesstaats New Jersey zustimmen. Deren Entscheidung muss bis Ende September fallen.

Analysten schätzen das Marktvolumen nach dem Börsengang auf 20 Mrd. $. Insgesamt werden 454,6 Millionen Aktien auf die Versicherungsnehmer verteilt, mindestens 8 Aktien pro Berechtigtem. Prudential will weitere 89 Millionen Aktien öffentlich an der Börse platzieren.

Derzeit hängen dem Konzern allerdings noch zwei Gerichtsverfahren an, durch die die Umwandlung verhindert werden soll. In beiden Fällen wird Prudential vorgeworfen, Aktien an Versicherte verteilen zu wollen, deren Policen keine Eigentumsrechte beinhalten.

Der Versicherungskonzern will mit der Aktienemission künftig flexibler auf sich ändernde Anforderungen an Finanzdienstleister reagieren. Die Gesellschaft folgt damit dem Vorbild vier weiterer Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit: Im vergangenen Jahr sind bereits MetLife und John Hancock Financial Services an die Börse gegangen. Phoenix Companies folgte im Juni, Liberty Mutual befindet sich derzeit im Umwandlungsprozess in eine Aktiengesellschaft.

Nach Rechtsvorschriften des Bundesstaates New Jersey war Prudential als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit dazu verpflichtet, zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mindestens eine Millionen Stimmscheine von den Versicherungsnehmern zu erhalten. Prudential hatte bis zum Stichtag am 31. Juli von etwa der Hälfte seiner gut 8 Millionen Versicherten eine Stimme erhalten. Lediglich zwei Drittel der Versicherungnehmer hätten für die Umwandlung stimmen müssen, tatsächlich befürworteten 92 % den geplanten Börsengang.

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