Große Sicherheitsvorkehrungen
Davos: Experten erwarten keine Rezession in den USA

Mit einer optimistischen Einschätzung zum Kurs der US-Wirtschaft haben in Davos die Beratungen des Weltwirtschaftsforums (WEF) begonnen.

dpa DAVOS. "Es dürfte eine harte Landung werden, aber die Gefahr einer Rezession ist gering", sagte Alan Blinder, Wirtschaftsprofessor an der amerikanischen Princeton-Universität, am Donnerstag in Davos. Schon im zweiten Halbjahr 2001 erwartet Jacob Frenkel, Chefberater bei Merrill Lynch, Anzeichen der Erholung in den USA. "Es handelt sich lediglich um die Verlangsamung eines ohnehin nicht haltbaren Wachstums," sagte Frenkel.

Dass Europa die USA als Motor des weltweiten Wachstums ablösen kann, hält der Bonner Wirtschaftsprofessor Jürgen von Hagen für unwahrscheinlich. Das Bild in der Euro-Zone sei zu uneinheitlich. Deutschland und Italien hätten im europäischen Vergleich das geringste Wachstumsraten. Beide Länder dürften die Wachstumsabschwächung in den USA am stärksten zu spüren bekommen, meint von Hagen.

Der Dollar-Kurs werde sinken

Die Aussichten für den Euro beurteilten die Wissenschaftler als rosig. Die USA könne ihr Leistungsbilanzdefizit nur durch eine Abschwächung des Dollar-Kurses in den Griff bekommen. "Der Euro wird davon deutlich profitieren", sagte von Hagen. Der Grund für den starken Dollar seien die starken Kapitalzuflüsse der vergangenen Jahre gewesen. In dem Maße, in dem diese Ströme sich verringern, werde auch der Dollarkurs sinken.

Das Weltwirtschaftsforum wird am Donnerstag abend offiziell eröffnet. Bis nächsten Dienstag tagen in Davos rund 3 000 Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt. Sie erörtern aktuelle Themen der Weltwirtschaft. Die Polizei ist mit einem massiven Aufgebot vor Ort, um angedrohte Störaktionen militanter WEF-Gegner zu verhindern.

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