Große US-Anbieter dominieren das Geschäft
Medientitel weiter nicht gefragt

Mit Medientiteln am Neuen Markt werden die Anleger zukünftig wohl kaum einen Blumentopf gewinnen können. Fragt man Experten zur Entwicklung der Kinozuschauerzahlen, ist sogar von einer "Katastrophe" die Rede.

vwd FRANKFURT. Mit Medientiteln am Neuen Markt werden die Anleger wohl auch in nächster Zukunft kaum einen Blumentopf gewinnen können. Fragt man gar Branchenkenner, wie sich die Kinozuschauerzahlen im zweiten Quartal entwickelt hätten, so ist sogar von einer "Katastrophe" die Rede. In der Statistik, die die Besucherzahlen erfasst, rutschen die Neue-Markt-Gesellschaften immer weiter nach hinten. Die großen US-Anbieter dominieren mit viel Geld für Werbung wieder unangefochten das Feld.

Als Klotz am Bein für die Gewinn- und Kursentwicklung erweisen sich zudem weiter Kirch/Bertelsmann, die laut Branchenkennern ein Kartell der Nachfrager bilden. Deutsche Filmgesellschaften haben überdies den Nachteil, dass sich deutsche Stoffe kaum im Ausland vermarkten lassen. Bleibt die Möglichkeit, selbst in Hollywood zu produzieren. 300 Personen, so heißt es, bestimmen dort, wo es wirtschaftlich lang geht. Ein relativ geschlossener Club also, der zwar das "silly money" aus Deutschland gern in die Hand nimmt, aber den Weg an die Fleischtöpfe nur widerwillig freigibt.

Sehr fraglich also, ob deutsche Medienwerte allein auf dem hart umkämpften Markt für internationalen Großproduktionen profitabel sein können. Wahrscheinlich ist ein gewisser Unterbau an preiswerten und atteaktiven nationalen Filmproduktionen unentbehrlich. Aber daran hapert es im Moment. Woran das liegt? Nun ja - da ist eine Frage, die sich in rein wirtschaftlicher Perspektive nicht hineichend beantworten läßt. Fast schon ein Thema für die Kollegen vom Feuilleton.

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