Große Vertragsabschlüsse zeigen eine positive Signalwirkung
Der deutsche Outsourcing-Markt gewinnt weiter an Schwung

Ein Zigarettenhersteller macht den Fixkosten Dampf: JTI International hat im April dieses Jahres einen 144 Millionen Dollar schweren Sechsjahresvertrag mit dem IT-Dienstleister Equant unterzeichnet.

Das US-Unternehmen kümmert sich nun um sichere Internetzugänge sowie den Betrieb der Telefonanlagen und des Netzwerks an über 240 Standorten in 47 Ländern. Ein lohnendes Geschäft für sein Unternehmen, sagt JTI-Finanzvorstand Martin Braddock: "Wir werden im Hinblick auf Effizienz als auch unter Kostengesichtspunkten profitieren."

Outsourcing steht nach wie vor bei vielen Managern hoch im Kurs. Wenn externe Partner die Aufgaben und Mitarbeiter interner Fachabteilungen übernehmen, soll das für eine bessere Kontrolle der Ausgaben, geringere Kosten und ein Mehr an Flexibilität sorgen. "Alle Beteiligten profitieren", sagt Stephan Scholtissek, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Outsourcing beim IT-Branchenverband Bitkom und Sprecher der Geschäftsführung von Accenture. "In dem neu entstehenden Dienstleistungssektor werden Arbeitsplätze geschaffen. Das auslagernde Unternehmen spart Kosten und kann mehr Geld in Innovationen investieren und das übernehmende Unternehmen steigert seinen Umsatz."

Das Outsourcing von IT-Aufgaben an einen externen Dienstleister ist bei deutschen Großunternehmen und sogar im Mittelstand fest etabliert - das haben die Marktforschungsunternehmen Lünendonk und TechConsult in einer Studie ermittelt. Danach haben 37 Prozent der mehr als 530 befragten Unternehmen wesentliche Teile der IT oder Geschäftsprozesse ausgelagert. Accenture beispielsweise betreibt seit zwei Jahren die IT für Cortal-Consors und drei weitere kleinere Finanzhäuser. Dazu übernahm Accenture 139 Mitarbeiter in einer neuen Betreibergesellschaft.

Meist aber werden in Deutschland nur kleine Teilbereiche in fremde Hände gegeben. Die Sorge, die Kontrolle über wichtige Unternehmensteile zu verlieren, ist hier größer als in anderen europäischen Ländern. IT-Verantwortliche stecken in der Klemme, wenn ein Abkommen scheitert. Sie haben sich von Mitarbeitern und ihrem Know-how getrennt und müssten bei Null anfangen, wenn sie die IT wieder auf eigene Füße stellen wollten.

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