«Große Welle» der Teuerung könnte bis zum Sommer laufen
Verbraucherschützer: Handel erhöht vor Euro-Umstellung Preise

afp DüSSELDORF. Der Handel in Deutschland nutzt nach Angaben von Verbraucherschützern die Zeit vor dem Start des Euro-Bargeldes für verdeckte Preiserhöhungen. Nach ersten Schritten werde bis zum Sommer noch «eine große Welle» von Preisanhebungen kommen, sagte der Euro-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Rainer Metz, am Donnerstag in Düsseldorf der Nachrichtenagentur AFP. Verbraucher sollten genau darauf achten, ob es bei der Umstellung auf Euro-Angaben eine solche «Glättung der Preise nach oben» gebe.

Der Einzelhandel hat sich verpflichtet, die letzten Monate der endgültigen Umstellung von Mark auf Euro zum kommenden Jahreswechsel nicht für verdeckte Preiserhöhungen zu nutzen. Zahlreiche Waren werden bereits mit Preisen in beiden Währungen ausgezeichnet. Dabei orientieren sich viele Geschäfte auch bei der Festlegung der so genannten Schwellenpreise bereits am Euro: Wenn dabei aus 99 Pfennig (50,6 Cent) durchgehend 49 Cent (95,8 DM) würden, entspräche dies indes einer Senkung. Die Branchenverbände empfehlen Firmen bei der Festlegung der Schwellenpreise eine Mischkalkulation, um weiter auf ihre Kosten zu kommen.

Das Euro-Bargeld löst ab Januar 2002 endgültig die bisherigen nationalen Währungen in Deutschland, Frankreich, Italien, den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg, Österreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Irland und Finnland ab. Damit geben zwölf der 15 EU-Staaten ihre nationalen Devisen für die europäische Einheitswährung auf.

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