Großer Andrang
Wahllokale in Iran mit Verspätung geschlossen

Beobachter rechnen fest mit einer Wiederwahl des Reformers Chatami.

ap TEHERAN. Die Präsidentenwahl in Iran ist am Freitag um Mitternacht Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) mit der Schließung der letzten Wahllokale in der Hauptstadt Teheran abgeschlossen worden. Beobachter rechneten mit der Wiederwahl des als Reformer geltenden Präsidenten Mohammed Chatami, gegen den neun Mitbewerber antraten.

Die letzten Wahllokale schlossen mit fünfstündiger Verspätung. Nach offiziellen Angaben war der Wählerandrang so groß, dass die Öffnungszeiten der Stimmlokale mehrfach verlängert wurden. In Teheran schlossen sie um Mitternacht, im Rest des Landes eine Stunde früher. Eine Umfrage der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA sagte eine Wahlbeteiligung von 83 % voraus.

Demgegenüber erklärte die Oppositionsbewegung Nationaler Widerstandsrat, in zahlreichen Städten des Landes seien den Tag über die Wahllokale nahezu verlassen gewesen. Meistens hätten sich in den Wahllokalen mehr Sicherheitskräfte als Wähler aufgehalten. Die Organisation berichtete auch von mehreren Festnahmen Jungendlicher, die gegen die Wahl protestiert hätten.



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