Großer Bahnhof für DFB-Team
Abschied aus Miyazaki

Rudi Völler geht "felsenfest" davon aus, dass seine Elf das Achtelfinale erreicht. Nach dem Abschied der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus dem bisherigen Hauptquartier in Miyazaki reist der Teamchef mit weitgehend gesundenem Kader zum Vorrunden-"Endspiel" gegen Kamerun.

dpa MIYAZAKI/JAPAN. Herzlich und mit besten Wünschen ist die deutsche Fußball-Mannschaft aus Miyazaki verabschiedet worden. Das Personal des Teamhotels "Sheraton Phoenix Golf Resort", in dem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fast drei Wochen sein Hauptquartier eingerichtet hatte, und zahlreiche japanische Fußball-Fans bildeten am Montagmorgen (Ortszeit) bei Abfahrt des Busses zum Flughafen Spalier.

Mit Deutschland-Fähnchen und Plakaten wünschten die Gastgeber der DFB-Delegation nochmals viel Glück und Erfolg für das entscheidende Gruppenspiel am Dienstag gegen Kamerun (13.30 Uhr MESZ/ZDF und Premiere live). Ein großes Spruchband "Kommt zurück nach Yokohama" demonstrierten den Wunsch vieler Japaner, dass Deutschland den Sprung bis ins WM-Finale schaffen soll.

Vor dem Gruppen-Endspiel im Shizuoka Stadium Ecopa, das 50 600 Zuschauer fasst, sind alle 23 deutschen WM-Spieler einsatzfähig. "Wir können aus dem Vollen schöpfen", erklärte Rudi Völler kurz vor dem Abflug zur Partie gegen Afrika-Meister Kamerun. Auch die Verletzungen des mit vier Treffern bisher besten WM-Torjägers Miroslav Klose und des Dortmunders Christoph Metzelder sind auskuriert.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Achtelfinale erreichen", sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Dem dreimaligen Weltmeister Deutschland fehlt noch ein Punkt, um sicher in die K.o.-Runde zu gelangen.

Die deutsche Startelf gegen Kamerun stehe fest, berichtete Völler, ohne aber Namen nennen zu wollen. Mit größeren Veränderungen in der Formation, die gegen Saudi-Arabien (8:0) und Irland (1:1) begann, ist nicht zu rechnen. Im letzten Training im Seagaia Park von Miyazaki hatte der Teamchef noch einmal die Alternativen Marko Rehmer (Hertha BSC) und Marco Bode (Werder Bremen) getestet. Vor allem der Berliner Rehmer hat gute Chancen, auf der rechten Seite ins Team zu rücken. "Je länger wir bei diesem Turnier sind, umso wichtiger kann er für uns werden", meinte Völler am Montag.

"Wir haben eine gute Ausgangsposition, die anderen müssen gewinnen", zeigte sich auch Franz Beckenbauer optimistisch, dass der Sprung auf die koreanische Insel Cheju gelingt. Dort wird für die K.o.-Runde bereits das zweite Stammquartier des DFB eingerichtet. "Wir alle wollen noch lange im Turnier bleiben", betonte Völler, der sich auch am Montag nicht über den Negativ-Fall äußern wollte. "Warum soll ich mir über Dinge Gedanken machen, die noch so weit weg sind", meinte der Teamchef. Zudem gehe er "felsenfest" davon aus, dass Deutschland das Achtelfinale erreicht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%