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Großes Aufatmen bei Microsoft

Die Zerschlagung des Softwaregiganten Microsoft scheint vorerst vom Tisch. Nicht nur Alan Greenspans sechste Zinssenkung, sondern auch Neuigkeiten um die Zerschlagung von Microsoft beflügeln die Märkte.

Denn das US-Berufungsgericht erklärte das Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson für nichtig.



Der Software-Konzern habe das Monopol des Windows-Betriebssystems auf eine illegale Weise ausgenutzt und auch Fragen zur unfairen Verknüpfung mit dem Internet Browser seien nach wie vor zu klären, so das Berufungsgericht weiter. Richter Jackson hatte im vergangenen Jahr die Zerschlagung des Softwarekonzerns angeordnet. Das Urteil wurde jedoch aufgrund seiner offensiven Kommentare gegenüber Presse und Konzern aufgehoben. Nun soll das Verfahren vor einem noch zu bestimmenden Richter erneut zur Verhandlung kommen. Die Aktie ist zum Mittag vom Handel ausgesetzt.

Der Softwarekonzern macht vor allem den Technologiewerten zur Mittagsstunde Beine. Die Werte von Intel, Cisco und Qualcomm sorgen ebenfalls für Auftrieb. Auch die Aktien der Flugzeugindustrie sowie zyklische Aktien und Finanzwerte können kräftig zu legen. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index notieren im Plus. Zum Wochenausklang rechnen die Händler mit einem hohen Handelsvolumen, nachdem die Handelstage vor der Notenbanksitzung traditionell ruhiger verlaufen waren.

Während bei Microsoft gefeiert wird, gibt es Trauriges für alle VA Linux-Computer- Fans. Der größte Hersteller von Hardware, die auf dem Linux-Betriebssystem basiert, wird keine Computer mehr produzieren. VA Linux ist in den Sog der schwachen IT-Branche geraten und wird 35 Prozent der Arbeitsplätze streichen. Viele Linux-Kunden waren Internetfirmen, die in den vergangenen Monaten bankrott gegangen sind. VA Linux notiert im Minus, während IBM einer der größten Gewinner im Dow Jones ist.

Die Aktien von GE und Honeywell zählen nach wie vor zu den am meisten gehandelten Papieren am Mittag. Angeblich soll sich General Electric zu weiteren Zugeständnisse bereit erklärt haben, um die Übernahmeerlaubnis für Honeywell von den Wettbewerbshütern nun doch noch zu erhalten. Die Hoffnung, dass das 42-Milliarden-Dollar-Geschäft noch nicht geplatzt ist, beflügelt die Aktie von Honeywell. GE notiert dagegen im Minus.

Ganz ohne Gewinnwarnungen geht es am Donnerstag nicht. Macromedia und Redback melden sich mit einer Gewinnwarnung zu Wort. Macromedia, der Hersteller von Produkten zur Gestaltung von Web-Seiten, wird im ersten Quartal einen Verlust zwischen 15 bis 20 Cents pro Aktie ausweisen. Analysten waren bisher von einem Verlust in Höhe von 13 Cents pro Aktie ausgegangen. Redback Networks bleibt vom Abwärtssog der Internet- und Telekom-Branche ebenfalls nicht verschont. Die schlechte Auftragslage belastet das laufende Quartal des Herstellers von Netzwerktechnologie. Die Analystengilde stuft die Aktie ab, unter ihnen unter anderem Lehman Brothers, ABN Amro und Deutsche Bank. Die Aktie ist im Handel zur Stunde der größte Verlierer. Auch Fedex warnt, dass die Ergebnisse für laufende Geschäftsjahr unter den Niveau des Vorjahres liegen werden. Das Unternehmen will daher Kosten senken und vorerst keine neuen Mitarbeiter anstellen. Die vorgelegten Quartalszahlen des Express-Kurierdienst für das vergangene Quartal sehen nicht so rosig aus. Aber immerhin konnte das Unternehmen die erheblich reduzierten Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 64 Cents um zwölf Cents schlagen. Die Anleger scheinen dennoch vorläufig damit zufrieden. Der Wert von Fedex kann zulegen.

Trübere Aussichten gibt es bei Sportbekleidungshersteller Nike. Das Unternehmen meldet für das vierte Quartal einen Gewinn von 60 Cents pro Aktie. Damit kann das Unternehmen die Analystenschätzungen zwar um einen Cent schlagen. Doch das Management spricht gleichzeitig eine Gewinnwarnung für das kommende Quartal aus. Weniger Aufträge und der anhaltende Druck auf die Gewinnmargen belasten das Unternehmen. Das Management rechnet erst ab dem zweiten Halbjahr des laufenden Fiskaljahres mit besseren Ergebnissen.

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