Großes Medienecho
Schweizer Botschafter akzeptiert seine Versetzung

Der Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer-Fielding, hat seine Versetzung in die Schweiz akzeptiert.

dpa GENF. Er habe die Interessen der Schweiz in Berlin stets mit all seinen Kräften vertreten und seinen Posten als Botschafter sehr gern ausgeübt, sagte Borer-Fielding der Westschweizer Tageszeitung "Le Matin" am Donnerstag. Er wisse nicht, ob er in der Verwaltung bleibe oder einen Posten in der Privatwirtschaft annehmen werde.

Der 44-jährige Karrierediplomat war am Mittwoch von der Schweizer Regierung gegen seinen ausdrücklichen Willen als Botschafter in Berlin abberufen worden. Vorausgegangen waren Berichte in deutschen und schweizerischen Medien, wonach Borer in der Schweizer Residenz in Berlin mehrfach eine Frau zu Privatbesuchen empfangen haben soll. Borer bestreitet die Kontakte. Er hatte sich zuletzt geweigert, seinen Urlaub auf Mauritius zu unterbrechen und zur Diskussion der angeblichen Affäre nach Bern zurückzureisen.

Der Schweizer Außenminister Joseph Deiss ließ bislang offen, wer Nachfolger von Borer in Berlin wird. Übergangsweise wird der Diplomat Emanuel Jenni als Geschäftsträger fungieren.

Die Versetzung hat in der Schweiz ein großes Medienecho ausgelöst. Die ganz überwiegende Mehrheit der Politiker und Kommentatoren hält die Versetzung für gerechtfertigt.

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