Großes Sparen ist bei den meisten Clubs angesagt
Nur FC Bayern greift tief in die Tasche

"Jo is denn heut scho` Weihnachten?" Während alle anderen Vereine sparen, greifen des "Kaisers" Bayern nach der verkorksten letzten Saison tief in die Tasche. Ihre Einkäufe mit rekordverdächtigen Ablösesummen bleiben jedoch die einzigen Super-Transfers.

HB DÜSSELDORF. Auch dieses Jahr dreht sich das Transferkarussell dreht sich mit Schwindel erregender Geschwindigkeit. Doch die Verantwortlichen der Bundesliga- Vereinen müssen - nicht zuletzt wegen der schlechten Wirtschaftslage - einen klaren Kopf behalten. So gibt es zwar einige Super-Transfers, doch versuchen die meisten Vereine Geld zu sparen.

Insgesamt gaben die 18 Klubs in der höchsten deutschen Spielklasse bis zum Mittwoch 62,13 Mil. Euro für 115 neue Spieler aus. Zwar stiegen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr (57 Mio Euro bis zum Ende der Transferperiode am 31. August 2003) leicht an, doch die Rekord-Saison 2001/2002 (150 Mio Euro) bleibt unerreicht. Weiterhin relativiert auch die Betrachtung der Ausgaben die angestiegenen Transfer-Ausgaben. Den Ausgaben stehen diesmal Einnahmen von 38,8 Millionen Euro für 147 aussortierte Profis gegenüber.

Unter dem Strich steht zwar eine negative Gesamt-Transferbilanz von 23,33 Millionen Euro, dennoch kann festgestellt werden: Der seit drei Jahren zu beobachtende Trend, die aufgeblähten und teuren Kader zu verkleinern und die Kosten zu reduzieren, setzt sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fort. Von den 115 Einkäufen waren nur 29 Spieler (25 Prozent) ablösepflichtig. Allerdings ist die Quote derjenigen, die den Clubs ein paar Euro in die Kasse bringen, mit 10,2 Prozent noch geringer. "Dass sich der teilweise überhitze Markt auf ein gesundes Maß abgekühlt hat, ist zu begrüßen", sagte Christian Müller, Finanz-Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL). "Aber man muss auch sehen, dass Transferentschädigungen auch einen Finanzausgleich innerhalb der Liga sowie zwischen Profi- und Amateurligen darstellen."

Anders als in Italien, Spanien und vor allem England, wo noch immer Unsummen für einzelne Stars ausgegeben werden, regiert in Deutschland die Vernunft. Viele Manager haben aus der "Kapitalvernichtung" früherer Jahre gelernt. Gefragt sind fast nur ablösefreie Spieler, billige Leihkräfte und Schnäppchen aus dem Ausland. Auch in den eigenen Jugendabteilungen sehen sich die Scouts und Trainer gezwungenermaßen vermehrt um.

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