Großflächige Anzeigen-Kampagne
Barilla lockt Kamps-Aktionäre

Der italienische Nudelhersteller Barilla hat am Freitag damit begonnen, in großflächigen Anzeigen um die Aktionäre der Düsseldorfer Großbäckerei Kamps zu werben.

Reuters DÜSSELDORF. Die Kampagne in großen deutschen Tageszeitungen werde je nach Entwicklung fortgesetzt, kündigte eine Sprecherin der Barilla-Gruppe an.

Das Unternehmen hatte zu Wochenbeginn ein öffentliches Übernahmeangebot von zwölf Euro für eine Aktie von Europas größter Bäckereikette vorgelegt, das von Kamps als zu niedrig abgelehnt worden war. Das Familienunternehmen aus Parma ist bereit, einschließlich Schulden rund 1,8 Milliarden Euro für Kamps zu zahlen.

Eine Schaltung der Anzeige in ausländische Zeitungen sei zunächst nicht geplant, sagte die Sprecherin. Zu den Kosten wurden keine Angaben gemacht. Mit der Kampagne setze der Konzern weiter auf Information, so die Sprecherin weiter.

Kamps-Sprecher Volker Berg sagte zu den Annoncen: "Wir haben nicht vor, das Geld unserer Aktionäre sinnlos in den Ofen zu stecken und durch teure Anzeigen zu verbrennen. Wir haben derzeit nicht vor, so etwas zu machen." 80 Prozent der Kamps-Aktien sind nach Angaben des Unternehmens breit gestreut. 15 Prozent halten das Management sowie Firmengründer Heiner Kamps. Barilla besitzt nach eigenen Angaben bislang 2,07 Prozent der Kamps-Aktien.

Vor gut zwei Jahren war es dem britischen Telekommunikationskonzern Vodafone gelungen, mit einer groß angelegten Werbekampagne die Mehrheit der breitgestreuten Stimmrechte beim Konkurrenten Mannesmann für eine Übernahme zu erhalten.

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