Großkundgebungen erwartet
Rücktritte im tschechischen Fernsehrat

dpa PRAG. Im Streit um den öffentlich-rechtlichen Senders CT in Tschechien sind am Donnerstag zwei Mitglieder des Fernsehrates zurückgetreten. Sie wollten nicht länger Mitglieder eines Gremiums sein, das einen Parlamentsbeschluss zur Abwahl des umstrittenen CT- Intendanten Jiri Hodac ignoriere, teilten die sozialdemokratischen Mitglieder Vaclav Erben und Petr Hajek mit.

Zuvor hatte der parlamentarische Kulturausschuss dem Parlament empfohlen, die Kompetenzen des Fernsehrates zu übernehmen. Das Abgeordnetenhaus berät an diesem Freitag über den seit 23 Tagen dauernden Streit. Nach der Sitzung des Ausschusses gelte als sicher, dass die Mediennovelle angenommen werde, berichtete der Rundfunk.

Die etwa 30 streikenden Redakteure und Techniker setzten am Donnerstag ihre Besetzung des CT-Studios fort. Zu ihrer Unterstützung sollten am Abend in 15 Städten Großdemonstrationen stattfinden. Eine Einigung mit der neuen Senderleitung sei unwahrscheinlich, sagte ein Sprecher. Am Donnerstag war weiter unklar, wann Intendant Hodac seine Arbeit wieder aufnehmen kann. Ihm droht in der kommenden Woche wegen parteipolitischer Gebundenheit und Managementfehlern die Absetzung.

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