Großraum-Jet bietet Platz für 900 Passagiere
'Barron's': Neuer Airbus-Riesenjet 'A3XX' wird Boeing unter Druck setzen

dpa-afx NEW YORK. Das geplante Flugzeugmuster A3XX des europäischen Herstellers Airbus Industries setzt nach Angaben des US-Magazins "Barron's" den US-Konkutrrenten Boeing unter Druck. Wie das in New York erscheinende Heft in seiner Montagsausgabe berichtet, stellen die bislang eingegangenen Aufträge für das Froßraumflugzeug "schlechte Nachrichten" für den amerikanischen Konstrukteur dar.

Boeing argumentiere zwar damit, dass bezüglich des A3XX noch vieles ungewiss sei. Aber das Flugzeug sei eine handfeste und langfristige Bedrohung, und zwar nicht nur Prestige und Umsätze betreffend, sondern auch mit Blick auf Gewinne und Aktienkurse.

Mit der inzwischen 30jährigen Geschichte der Boeing 747 und deren Derivaten habe Boeing eine dominierende Stellung auf dem Großraum-Jet-Markt eingenommen. Die Umsätze im Jumbo-Segment seien von herausragender Wichtigkeit für den Luftfahrt-Konzern aus Seattle. Im Bereich von Fliegern mit mittlerer Reichweite habe Airbus den Amerikanern mit den Maschinen A330 und A340 bereits entscheidende Marktanteile abgerungen. Mit dem neuesten Erzeugnis erhielten die Europäer eine vollständige Produkt-Familie, die alle Bedürfnisse einer Fluggesellschaft abdecken könne. Dadurch ergebe sich eine neue Wettbewerbssituation für Boeing.

Selbst wenn Boeing wie anvisiert einen Super-Jumbo in Form einer gestreckten "747X" herausbrächte, würde Airbus einen Teil des bisher 50%igen Weltmarktanteils von Boeing erobern. Die A3XX sei nach allen Standards ein "hervorragender Wettbewerber". Das größte je gebaute komerzielle Flugzeug sei über fünf Jahre hinweg geplant worden. Die erste Version des Doppel-Deckers könne bereits bis zu 900 Passagiere befördern.

Die Prognosen der beiden Konzerne gehen weit auseinander. Zwar rechnen beide damit, dass die Luftfahrt in den kommenden Jahren um jährlich 5% wachsen und innerhalb von 15 Jahren auf das Doppelte und von 20 Jahren auf das Dreifache zunehmen wird, aber während Boeing eher eine Beförderung durch mittelgroße Maschinen voraussagt, setzt Airbus auf die A3XX.

Bislang hätten lediglich zwei Fluggesellschaften - darunter Air France - insgesamt 17 A3XX-Maschinen geordert. Weitere sieben Gesellschaften hätten allerdings bereits Interesse an den neuen Fliegern signalisiert. Airbus rechne langfristig mit mehr als 20 Kunden.

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